Sparsam  ins neue Jahr

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Herrsching - Ohne Neuverschuldung will die Gemeinde Herrsching das Jahr 2016 überstehen. Der Haushalt ist verabschiedet. Neue Aufgaben und Ausgaben verheißt die Flüchtlingsunterbringung.

„Es gibt Dinge, die über uns hereingebrochen sind, die maßgebliche Veränderungen mit sich bringen.“ Mit diesen bedeutungsschwangeren Worten leitete Herrschings Bürgermeister Christian Schiller die Haushaltsdebatte ein, die diesmal allein wegen des ausführlichen Vorworts länger ausfiel. Denn kaum sind die Großprojekte Rathaus und Feuerwehren abgeschlossen, schlägt sich 2016 die Flüchtlingsproblematik über die Kreisumlage auf die kommunalen Haushalte nieder. Kämmerer Manfred Wörle schätzte die Summe für Herrsching vorsichtig auf eine dreiviertel Millionen Euro. Finanziert werden müssen auch zusätzliche Schulklassen und Kindergartenplätze. Ein neuer Kindergarten war erst für 2020 geplant. Um die Flüchtlingskinder unterzubringen, „fehlen uns von heute auf morgen“ zwei Gruppen. „Aber wenn wir Integration betreiben wollen, dann fängt das hier an“, so Schiller. Nicht vorhergesehen war zunächst eine Beteiligung am Bau des Gymnasiums, die sich andere Gemeinden mit Schulen aber ausbedungen haben; Herrsching zahlt je 420 000 Euro für sieben Jahre.

Um nicht aus der Städtebauförderung zu fallen, werden auch wenn die Mittel knapp sind „ein paar Maßnahmen“ in Angriff genommen, etwa der Bahnhofsplatz. Gleichwohl kommt der Haushalt 2016 ohne Neuverschuldung aus, das Haushaltsvolumen beträgt 23 599 017 Euro, ähnlich wie 2015. Nachdem die Energiesparförderung um 20 000 Euro erhöht worden ist (wir berichteten), können auch immer noch 480000 Euro zurückgelegt werden.

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