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Zu klein: Für die Volleyballer des TSV ist die Nikolaushalle in Herrsching auf Dauer keine Lösung.

TSV Herrsching

Mehr Mitglieder, mehr Platz

Herrsching - Steigende Mitgliederzahlen, gesunde Finanzen und jede Menge Nachwuchs - dem TSV Herrsching geht es gut. Einziges Problem: Die Bundesliga-Volleyballer brauchen eine neue Halle.

Mit sportlichem Elan und stetig wachsenden Mitgliederzahlen präsentierte sich der TSV Herrsching. Hauptproblem: Bei der Delegiertenversammlung im Andechser Hof mit umfangreicher Jahresrückschau wurden vor allem die Engpässe der Volleyballabteilung deutlich. 

Aktuell hat der TSV Herrsching 2119 Mitglieder und muss sich um Nachwuchs keine Sorgen machen. „Über das Turnen als klassische Einstiegsabteilung schaufeln wir ständig Kinder“, sagte Geschäftsführer Martin Wirries. Kleinkinderturnen, Zumba, Einrad oder Akrobatik sind dabei ebenso beliebt wie Wettkampfturnen und Fitness. 

Während Turnen und Gymnastik mit 820 Mitgliedern die größte Sparte stellt, steuert die 171 Mann starke Volleyballabteilung auf räumliche Kapazitätsgrenzen zu. Vor zwei Jahren waren die Herrschinger Volleyball-Männer in die 1. Bundesliga aufgestiegen und schieden erst am Donnerstag in den Playoffs gegen Friedrichshafen aus (wir berichteten). 

Laut Spartenleiter Fritz Frömming gelte zwar während der ersten beiden Bundesligajahre eine Ausnahmeregelung, in Bälde müsse Herrsching jedoch mit einer geeigneten Veranstaltungshalle aufwarten. Folgt man den Bundesligastatuten, so müsse eine derartige Halle Platz für mindestens 2500 Zuschauer bieten sowie eine Mindesthöhe von neuen Metern aufweisen. Ehrgeizige Vision: Mit Machbarkeitsstudie, Refinanzierungsplan und Sponsorenwerbung will Frömming den Zweckverband für weiterführende Schulen jetzt davon überzeugen, die für 2017 geplante neue Herrschinger Dreifach-Realschulturnhalle durch eine Veranstaltungshalle zu ersetzen (Mehrkosten: rund fünf Mio. Euro). Aus Sicht der Volleyballer kein Akt der Eitelkeit, denn laut Frömming steht bereits heute fest: „Wir werden Herrsching verlassen müssen als Bundesligist, wenn wir so eine Spielstätte nicht haben. So eine Veranstaltungshalle wäre nicht nur für die Volleyballer eine Chance.“ 

Auch mit den aktuell 443 Handballern, Badminton- und Tischtennistraining waren die drei Herrschinger Turnhallen rund ums Jahr gut bespielt. Während Wartaweil mit seiner Wassersportabteilung auch letzten Sommer 214 Seglern und Ruderern wieder jede Menge Regattafeeling bot, zeichnet sich der finanziell stabile TSV insbesondere durch sein professionelles Reha-Sportangebot aus. Ob Herzgruppe, Nordic Walking oder Osteoporose-Wassergymnastik – die Senioren bis weit in die 80er trainieren stets mit speziell qualifizierten Übungsleitern, teilweise auch in Anwesenheit eines Arztes.

Nilda Höhlein

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