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Variantenreich wie eh und je: Zuspieler Patrick „Nano“ Steuerwald setzte seine Angreifer mustergültig in Szene und wurde zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt.

Volleyball

Herrschings neue Auswärtsstärke

Herrsching - Die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching gewinnen trotz durchwachsener Leistung auch in Solingen und bleiben in fremden Hallen ungeschlagen.

Der TSV Herrsching bleibt auswärts ungeschlagen. Beim Aufsteiger Solingen Volleys gewann die Mannschaft von Trainer Max Hauser am Samstag mit 3:1 (22:25, 25:15, 25:16, 25:19). „Ich bin froh, dass wir hier durch sind. Das war eine unangenehme Kiste“, bekannte Hauser nach dem vierten Saisonsieg. „Insgesamt ist es erfreulich, dass wir auch dagegenhalten können, wenn wir mal keinen guten Tag haben. Lieber schlecht spielen und gewinnen als andersrum.“

Durch den Erfolg im Bergischen Land kletterten die Herrschinger in der Tabelle auf den vierten Platz. Hinter den Topteams aus Berlin, Frankfurt und Friedrichshafen ist der selbst ernannte Geilste Club der Welt gewissermaßen „Best oft the Rest“.

Herrsching begann furios, als wolle man die Pflichtaufgabe Solingen so schnell wie möglich erledigt wissen. Doch die Hauser-Crew ließ ebenso so stark nach. Eine komfortable 11:5-Führung verspielten die Gäste, auch weil man mit der Aufschlagserie von Solingens Ziga Zupanc so seine Probleme hatte. Quasi im Alleingang drehte der Slowene den Satz. Herrsching kam zwar wieder ran, doch in der entscheidenden Phase hatten die Klingenstädter mehr Glück im Abschluss. Das 25:22 war der erst zweite Satzgewinn der Solinger in dieser Saison.

Im zweiten Satz drehte dann Tom Strohbach an der Aufschlaglinie so richtig auf. Fünf Asse in Folge schmetterte der Nationalspieler den bemitleidenswerten Solinger Verteidigern um die Ohren. Später legten Benedikt Doranth und Roy Friedrich weitere Asse nach. Überhaupt war die Aufschlagquote (insgesamt 15 Asse) gut. Solingen blieb über die Mitte gefährlich, doch Herrsching ließ sich den Satz nicht mehr nehmen. Julius Höfer machte den Punkt zum Ausgleich.

Nach der Pause blieb Herrsching am Drücker. Diesmal legte Patrick Steuerwald eine tolle Aufschlagserie hin. Aber auch als Zuspieler war der 30-Jährige der Garant für den Sieg. Nach der Partie wurde er zum wertvollsten Spieler der Partie gekürt. Variantenreich wie eh und je bediente Steuerwald seine Angreifer Strohbach (20 Punkte) und Höfer (15). Aber auch die Mittelblocker Roy Friedrich (6) und der eigens mit dem Zug nach Solingen hinterhergereiste Michael Wehl (5) wurden mustergültig bedient. Mit der Leistung von Wehl, der den am Finger verletzten Peter Ondrovic vertrat, war Hauser sehr zufrieden. „Gute Angriffsquote, gute Aufschlagquote. Ich bin froh, solche Spieler in der Hinterhand zu haben.“ Der dritte Durchgang endete mit einem krachenden Rückraumangriff von Tom Strohbach zum 25:16. Jetzt wollte Herrsching alles klar machen, Solingen gab sich nicht auf. Nach der ersten technischen Auszeit führte Herrsching 8:6, nach der zweiten 16:15. Die drei Siegpunkte vor Augen legten die Ammerseer noch einen Zahn zu. Der entscheidende Punkt zum 25:19 war dem extra für den Aufschlag eingewechselten Tobias Neumann vorbehalten. Nach exakt 99 Minuten machte er mit einem Ass, quasi seiner einzigen Ballberührung, den Deckel auf die Partie.

Ab jetzt gilt die Konzentration dem „Spiel des Jahres“ am Donnerstag in Berlin, wenn es um den Einzug ins DVV-Pokalfinale geht. Dirk Schiffner

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