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Übermächtig erscheint Herrschings Mart van Werkhoven in dieser Szene. Doch am Ende gewannen die Berliner souverän in der g ut gefüllten Nikolaushalle. 

Niederlage in der Bundesliga

0:3 gegen Berlin: Herrschings Volleyballer lassen die Köpfe zu schnell hängen

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Gegen den Serien-Meister Berlin verlieren die Herrschinger Bundesliga-Volleyballer deutlich mit 0:3. Obwohl es zunächst nicht danach aussah. 

Herrsching – Die ersten beiden Heimspiele verloren die Bundesliga-Volleyballer der WWK Volleys Herrsching jeweils mit 2:3. Diesmal hätten sie mit so einem Ergebnis sicherlich sehr gut leben können, doch die Berlin Recycling Volleys machten den Ammerseern einen dicken Strich durch die Rechnung. 0:3 (19:25, 23:25, 15:25) hieß es nach 73 Minuten aus Herrschinger Sicht. Damit ging die Mannschaft von Trainer Max Hauser erstmals in dieser Saison komplett leer aus.

Der Coach sprach von einem „verdienten Sieg für Berlin. Wir haben nicht so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Zugleich prangerte Hauser Mentalität und Körpersprache an. Zu schnell lassen seine Spieler nach ein paar schlechten Bällen die Köpfe hängen. „Wir hatten im ersten und zweiten Satz Phasen, in denen wir sehr gut gespielt haben.“

Hauser störten aber vor allem die Phasen, in denen es nicht perfekt lief. Daran muss in den kommenden Wochen gearbeitet werden. „Wir müssen individualtaktische Lösungen finden.“ Sicher kann man auch schlecht spielen und trotzdem gewinnen. Dies sei eine mentale Fähigkeit, so Hauser. Eine, die das Team noch nicht wirklich hat.

Herrschinger führen - bis zum Auftritt von Jeff Jendryk

Wenn es schlecht läuft, muss man sich bei Punkten auch mal übertrieben freuen, sagte Hauser. Bei den Herrschingern sanken dagegen nach Angriffsfehlern die Köpfe. Mit der Folge, dass gleich ein zweiter und ein dritter Lapsus geschah. Alles verteufeln wollte Hauser dann aber auch nicht. Schließlich war der Gegner immerhin der Serien-Meister der vergangenen Jahre.

Berlins Trainer Cedric Enard hatte im Vorfeld der Partie vor einem heißen Tanz gewarnt. Zunächst sollte er recht behalten. Vor knapp 900 Zuschauern in der ziemlich vollen, aber nicht ausverkauften Nikolaushalle begannen die Hausherren deutlich schwungvoller und druckvoller als der Tabellenführer. Zur ersten technischen Auszeit führte Herrsching mit 8:6, zur zweiten mit 16:14. Doch dann drehten die Berliner richtig auf. Allen voran Jeff Jendryk, der den Herrschingern einen Aufschlag nach dem anderen um die Ohren knallte. Am Ende ging der Satz mit 19:25 an Berlin.

In dieser letzten Rotation brachte Berlin eine Angriffseffizienz von 85 Prozent aufs Parkett. Lange konnten die Herrschinger dann auf den Gewinn des zweiten Satzes hoffen. In der Endphase stand es 18:18. Doch ausgerechnet in der sogenannten Crunchtime unterliefen den Hauser-Schützlingen einfache Fehler in Annahme und Angriff. Berlin, angeführt vom starken russischen Zuspieler Sergey Grankin (Gold-MVP), zog erneut davon. BRV-Kapitän Moritz Reichert verwandelte den dritten Satzball.

Nach der Zehn-Minuten-Pause lief dann bei Herrsching nicht mehr viel zusammen. Hauser wechselte seine Stammformation noch einmal durch, brachte Mittelblocker Norbert Engemann für den späteren Silber-MVP Mart van Werkhoven und im Zuspiel Benedikt Sagstetter für Johannes Tille. Doch die Gäste ließen keine Zweifel mehr aufkommen und holten sich den Satz mit 25:15. Die 30 mitgereisten Fans feierten die Mannschaft.

Dirk Schiffner

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