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Ob die Bahnschranken wie auf dem Bild unten sind oder der Verkehr fließt, die Realschüler strömen in Scharen und kreuz und quer über die Rieder Straße. Immer wieder kommt es zu brenzligen Situation. Gott sei Dank ist noch nichts Schlimmes passiert.

Realschule Herrsching

250 Unterschriften für sicheren Schulweg

  • VonAndrea Gräpel
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Der Elternbeirat der Realschule Herrsching klagt über unhaltbare Situation an Rieder Straße und fordert eine weitere Querungshilfe. Für einen sicheren Schulweg hat er 250 Unterschriften gesammelt.

Herrsching – Dass das schon immer so war, damit will sich Marion Koppelmann nicht abfinden. Die Vorsitzende des Elternbeirats der Realschule Herrsching machte deshalb mobil und sammelte 250 Unterschriften gegen die gefährliche Situation im Bereich des Bahnübergangs auf der Rieder Straße. Gemeinsam mit Schulleiterin Rita Menzel-Stuck trug sie ihr Anliegen „Sicherer Schulweg“ vor und überreichte die Unterschriftenliste am Montagabend in der Bürgerfragestunde an Bürgermeister Christian Schiller.

Zwar gibt es einen Fußgängerübergang mit Ampel auf Höhe der Jahnstraße – Realschüler, die von der S-Bahn oder zur S-Bahn gehen, nehmen aber oft die Abkürzung über die Siglstraße, um dann in Scharen und tatsächlich vogelwild über die Straße zu strömen, ob der Verkehr wegen möglicherweise geschlossener Schranke nun steht oder auch nicht.

„Trotz ständiger Bemühungen gelingt es leider nicht, die jungen Menschen nachhaltig davon zu überzeugen, den Überweg bei der Ampel weiter unten zu nehmen“, weiß Marion Koppelmann. „Manche Dinge ändern sich nie?“, fragt die Mutter einer 14-jährigen Tochter in ihrem Flyer. Damit will sie sich nicht zufrieden geben, darum hat sie nur eine Antwort darauf: „Sollten sie aber!“

Seit vier Jahren gehört Marion Koppelmann dem Elternbeirat der Realschule an, seit zwei Jahren ist sie Vorsitzende. Darum weiß sie, dass jedes Jahr zum Schulbeginn vor allem die Fünftklässler von den Lehrern eingewiesen werden. „Auch die Polizei war schon da.“ Und doch dauert es nicht lange und die Kleinen laufen der Masse hinterher. Marion Koppelmann versteht das: „Der Übergang an der Jahnstraße ist viel zu weit weg.“ Und wenn sich ein kürzerer Weg biete, wer nehme dann den Umweg? Da die Gemeinde ohnehin plane, das Areal am Bahnhof neu zu gestalten, würden sich vielleicht sogar Synergien bieten, hofft die Seefelderin.

Bürgermeister Christian Schiller freute sich ausdrücklich über die Aktion. „Sie kommt zum richtigen Zeitpunkt“, findet er. Demnächst werde der Gemeinderat ohnehin das Thema beraten. Denn eine Querung auf Höhe der Siglstraße sei schon in Planung. Dazu ist auch Verkehrsplaner Dr. Ralf Kaulen eingeladen. Im Übrigen wartet der Bürgermeister auf ein Ergebnis aus Verhandlungen zwischen Landratsamt und Innenministerium. Denn nach der jüngsten Aussage eines Bahnsprechers, der von einer Unterführung noch nichts gehört haben wollte (wir berichteten), hätte sich die Verkehrsmanagerin eingeschaltet, die sich nach Schillers Worten genauso über diese Aussage gewundert hatte wie er. Tatsächlich waren alle der Meinung, der Bau hängt nur von der zweiten S-Bahn-Stammstrecke ab. Im Zuge der Errichtung einer Unterführung böten sich der Gemeinde wiederum weitere Möglichkeiten, Fußgänger sicher über die Rieder Straße zu führen. Zunächst gehe es jedoch um eine Querung auf Höhe Siglstraße.

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