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Die Meinung der Widdersberger ist gefragt. Sie sollen sagen, was aus dem Gemeindehaus werden soll.

Fragebogen für Widdersberg

433 Bürger haben die Wahl:Was wird aus dem Gemeindehaus?

Die Meinung der Widdersberger ist gefragt. Sie sollen sagen, was aus dem Gemeindehaus werden soll.

Widdersberg – Als das Rathaus in Widdersberg 1954 gebaut wurde, überschlugen sich die Stimmen mit Lob. Gut 60 Jahre später wird darüber gestritten, ob das Gebäude saniert, erweitert oder abgerissen und neu gebaut wird. Nun hat Herrschings Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass ein Fragebogen an alle 433 wahlberechtigten Widdersberger Klarheit schaffen soll.

Das Ergebnis wäre dann die Entscheidungsgrundlage für den Gemeinderat – und das Hin und Her, das seit 2014 in dieser Angelegenheit herrscht, fände damit ein Ende. Dennoch sah Bürgermeister Christian Schiller die Befragung in der Sitzung kritisch. Was, wenn sich 51 Prozent für den Neubau aussprächen und 49 Prozent dagegen? Dann gebe es wieder keine deutliche Mehrheit. „Ich sehe nicht, dass bei einem Fragebogen etwas Sinnvolles rauskommt“, sagte Christian Becker (CSU). Lieber würde er die 250 Mitglieder der drei Ortsvereine ins Boot holen: die Katholische Kirchengemeinde St. Michael, den Freundeskreis Backhäusl und den Brauchtumsverein. Sie haben sich zur „Interessengemeinschaft Gemeindehaus Widdersberg“ zusammengeschlossen. Die Vereine bevorzugten einen Neubau, sagte Becker. „Wichtig ist, dass ein Bau entsteht, der sich wieder gut einfügt und nicht zu wuchtig ist.“

Fragebogen soll an alle Haushalte gehen

Aber so weit war man doch schon einmal? 2015 beschloss der Gemeinderat, bis zu 800 000 Euro in einen Neubau zu stecken. Das vom verantwortlichen Architekturbüro entworfene Holzgebäude ohne Dachüberstand und mit riesigen Fensterflächen sorgte teilweise für blankes Entsetzen. Dieses Entsetzen äußerten Bürger in der letztjährigen Ortsteilversammlung, woraufhin sich die Räte mit den Vereinen berieten. Das Resultat: eine Sanierung des Gebäudes, dazu eine Sozialwohnung, Terrasse, barrierefreier Zugang und optimierte Stellplätze für rund 300 000 Euro. Planungskosten bis dahin: 20 000 Euro. Der Antrag der Interessengemeinschaft, die Terrasse als Wintergarten zu schließen, schmiss auch diese Pläne um: Es zeigte sich, dass die Erweiterung mit kostspieligen Brandschutzmaßnahmen verbunden wäre.

Nun soll der Fragebogen Aufklärung bringen. Er soll in den kommenden drei Wochen an alle Haushalte gehen. Danach will der Gemeinderat endgültig einen Beschluss fassen.

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