Ein Ammerseer im Hachinger Trikot: Fabian Suck (l.) gehört formell den WWK Volleys Herrsching, der 18-jährige Mittelblocker spielt aber mit Zweitspielrecht beim Tabellenletzten, um Spielpraxis zu bekommen.
+
Ein Ammerseer im Hachinger Trikot: Fabian Suck (l.) gehört formell den WWK Volleys Herrsching, der 18-jährige Mittelblocker spielt aber mit Zweitspielrecht beim Tabellenletzten, um Spielpraxis zu bekommen.

Volleyball-Buundesliga

Alles andere als ein Derbysieg wäre für WWK Volleys Herrsching eine Enttäuschung

  • vonDirk Schiffner
    schließen

Lange Zeit hielt sich Max Hauser, Trainer der WWK Volleys Herrsching, bedeckt. Doch vor dem oberbayerischen Bundesliga-Derby am Samstag, 19 Uhr (live bei sporttotal.tv), gegen den TSV Unterhaching wird auch Hauser offensiv. „Wir wollen Vierter werden.“ Alles andere als drei Punkte gegen die seit elf Spielen sieglosen Gäste aus dem Münchner Süden wäre auch eine herbe Enttäuschung.

Herrsching - Die Herrschinger Volleyballer sind seit drei Spielen ungeschlagen und haben sich auf dem vierten Platz eingenistet – auch dank der patzenden Konkurrenz. 28 Punkte hat das Hauser-Team auf der Haben-Seite, dahinter folgen die United Volleys Frankfurt und die Netzhoppers Königs Wusterhausen mit 27 beziehungsweise 26 Zählern. Jedoch haben die Hessen und die Brandenburger bereits zwei Spiele mehr absolviert als die WWK Volleys. Lüneburg (26 Punkte, 16 Spiele) und Bühl (25 Punkte, 17 Spiele) folgen auf den Rängen sieben und acht. Die schlechtesten Karten im Kampf um die Playoff-Teilnahme haben derzeit die Helios Grizzlys Giesen mit 22 Punkten. Allerdings haben auch die Niedersachsen noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Mit einem Sieg gegen Unterhaching könnten sich die Ammerseer ein wenig absetzen. Frankfurt und Königs Wusterhausen sind am Wochenende spielfrei, Bühl muss beim Zweiten Düren ran. Lüneburg und Giesen nehmen sich gegenseitig die Punkte weg.

„Ein Derby ist immer schön, wir freuen uns drauf“, sagt Hauser. „Die Unterhachinger haben sicherlich etwas gut zu machen. Wir sind natürlich in der Favoritenrolle und müssen gewinnen. Wir werden volles Brot spielen“, kündigt der Herrschinger Trainer an. Zufrieden war Hauser mit der Trainingsleistung in der abgelaufenen Woche. „Die Einheiten waren sehr engagiert, sehr ehrgeizig und sogar teilweise sehr emotional. So mag ich das“, sagt er. Beim 3:1-Sieg gegen den VCO Berlin vor Wochenfrist rotierte Max Hauser munter durch, gewährte auch den Spielern, die bislang nicht so oft zum Einsatz kamen, ihre Chance.

Für einige Akteure auf beiden Seiten ist es ein Wiedersehen mit dem jeweiligen Ex-Verein. So spielte Ferdinand Tille, Libero der WWK Volleys, zwischen 2006 bis 2011 und in der Saison 2013/2014 für Unterhaching, damals noch unter ihrem Namensgeber Generali. Im Team des TSV Unterhaching gibt es mehrere Spieler mit Herrschinger Vergangenheit. Coach Patrick Steuerwald trug zwischen 2015 und 2017 das Lederhosen-Trikot, Roy Friedrich von 2013 bis 2017 und Benedikt Sagstetter von 2018 bis 2020. Der 20-jährige Zuspieler wechselte im vergangen Sommer nach Haching, um mehr Spielpraxis in der ersten Liga zu bekommen. Ebenso Mittelblocker Fabian Suck. Der 18 Jahre alte Mittelblocker gehört formell weiterhin den Herrschingern und spielt in Haching mit einem Zweitspielrecht.

Nach der 1:3-Niederlage vergangene Woche gegen den bis dahin Tabellenletzten VCO Berlin war in Unterhaching Frustbewältigung angesagt. Aller Voraussicht nach wird die Mannschaft von Trainer Patrick Steuerwald die Saison als Schlusslicht beenden. Kapitän Roy Friedrich will die letzten beiden Partien – nach dem Derby gegen Herrsching empfangen die Hachinger noch die Powervolleys Düren – aber trotzdem mit vollem Elan angehen: „Vielleicht können wir doch noch punkten. Es wird sehr schwer, aber wir dürfen ja jetzt nicht aufhören.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare