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Während auf der „Wörthsee Alm“ Ruhe herrscht, gab es im neuen „Ammersee Blick“ an der Seepromenade in Herrsching einen Neustart mit 53-jährigen Silke Holzschuh an der Spitze eines komplett neuen Teams.

Gastronomie

Die Almen: Schwesterbetriebe auf getrennten Wegen

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Die Eigentümer der „Wörthsee Alm“ in Schlagenhofen sind der vielen Pächterwechsel mittlerweile müde. Von den Brüdern Andreas und Gerald Zitko liegt dem Bauausschuss Inning heute ein Antrag auf Nutzungsänderung zu Wohnzwecken vor. Zunächst nur, um Möglichkeiten auszuloten.

Herrsching/Schlagenhofen– Noch ist die „Wörthsee Alm“ an Tom Zgank verpachtet. Er ist seit zwei Jahren Wirt in Schlagenhofen. Sein Vertrag läuft bis 2020. „Es stellt sich die Frage, ob er weitermacht“, so Gerald Zitko. Zgank hatte im März 2017 auch die ehemalige Sportgaststätte am alten Sportplatz in Herrsching übernommen – und im Dezember wieder abgegeben. Die „Wörthsee Alm“ ist seit zwei Monaten geschlossen. Zgank will mit neuem Konzept und eventuell einem Partner dort weitermachen, müsste dafür allerdings investieren, verrät er auf Nachfrage. Ob Verpächter und Pächter sich einig werden, entscheide ein Gespräch, das ebenfalls heute stattfinden soll, so Zgank. Erst danach könne entschieden werden, wie es mit der „Wörthsee Alm“ weitergehe.

„Wir wollen mit dem Nutzungsänderungsantrag zunächst nur die Möglichkeiten abklopfen“, sagt Gerald Zitko, der mit seinem Bruder für seine Mutter Else spricht. Die 90-Jährige ist Eigentümerin der Immobilie. Der Vater Zitkos hat das Gasthaus vor 25 Jahren gekauft. Betrieben wird es aber schon seit mehr als 50 Jahren. Ein Traditionslokal.

Als Schwester der Wörthsee-Alm erhielt das Sportlerstüberl am Ammersee-Ufer bei der Übernahme durch Zgank im März 2017 den Namen Ammersee Alm. Nachdem Zgank aufgehört hat, führt nun Silke Holzschuh (53) den Betrieb. „Ein Neuanfang, keine Übernahme“, betont die Ex-Frau des 54-Jährigen, die damals noch gemeinsam mit ihrem Mann das Lokal komplett umgebaut hat und von der „Traumlage“ direkt an der Ammersee-Promenade schwärmt.

Mit neuem Koch und neuen Mitarbeitern hat Silke Holzschuh das Lokal am 22. Dezember unter dem Namen „Ammersee Blick“ neu eröffnet. Das anfängliche Konzept hat sie weitgehend übernommen: bayerisch, alpenländisch. Vor allem ist ihr aber wichtig, dass sie „frische Küche“ anbieten kann.

In den Sommermonaten wird Silke Holzschuh wieder täglich geöffnet haben, in der Wintersaison legt sie aktuell montags einen Ruhetag ein. Dienstags bis sonntags ist ab 11 Uhr geöffnet, und warme Küche gibt es bis wenigstens 22 Uhr. 88 Sitzplätze hat der „Ammersee Blick“ innen zu bieten, außen im großen Biergarten sind es nochmal 156.

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