Schock-Nachricht für Boateng: Saison-Aus, WM-Teilnahme in Gefahr!

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Jung und Alt lernen voneinand er: Alexander Österle (l.) ist im ersten Ausbildungsjahr, Peter Salcher ist seit 25 Jahren dabei. 

Abwasser- und Wasserbetriebe Ammersee

Ein Betrieb mit Ortsbindung

Die Abwasser- und Wasserbetriebe Ammersee sind nicht nur ein Kommunalunternehmen, sie binden auch Menschen an die Region.

Herrsching Lässt sich Peter Salcher aus Herrsching auf ein Gespräch über seinen Arbeitsplatz ein, kommt er aus dem Schwärmen nicht heraus. Seit 25 Jahren als Betriebselektriker bei den Ammerseer Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA) mit dabei, könnte er sich nichts anderes im Leben vorstellen. „Er ist wie ein Fels in der Brandung, sowohl im Trink- als auch im Abwasser“, frotzelte Verwaltungsratsvorsitzender Wolfram Gum.

Es war eigentlich eine ganz normale Verwaltungsratssitzung, auf der Steuerberaterin Caroline Zeiler kurz den Wirtschaftsplan für 2018 vorstellte. Eingeladen war auch Salcher, der nicht so recht wusste, was auf ihn zukommen sollte. Die Freude war dann riesengroß, als Wolfram Gum und Thomas Jacobs (technischer Leiter) ihn in die Mitte nahmen und zum runden Jubiläum gratulieren. Als Geschenk überreichten sie ihm einen gut gefüllten Fresskorb. „Ja, jetzt bin ich schon ein Vierteljahrhundert mit dabei. Die Zeit ist wie im Fluge vergangen“, wundert sich Salcher.

Zurück in seiner Werkstatt ist der 58-Jährige gerade dabei, die Schaltkästen für die Pumpanlagen für die sorgsame Abwasserentsorgung aller Mitgliedsgemeinden zu modernisieren. „Die Kontrolle der Pumpanlagen ist für uns viel einfacher geworden“, erzählt er. Anhand seines iPhones oder eines Computers im Verwaltungsgebäude sei es mittlerweile möglich, die einzelnen Stationen zu überwachen und bei Störungen entweder eine Fernwartung vorzunehmen oder aber auch, wenn es komplizierter ist, gleich rauszufahren.

Egal, ob Feierabend oder Wochenende, wenn es piept, genügt ein Blick auf das Handy, sagt der Fachmann. Was den gebürtigen Herrschinger freut: „Wir haben immer wieder junge Leute, die bei uns anfangen, und die dann sehr lange bleiben.“ Beispielsweise der 23-jährige Alexander Österle, der eigentlich von Beruf Bäcker ist, dies aber wegen einer Mehlallergie aufgeben musste. Nun schult er im zweiten Lehrjahr zur Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice um. Bereut hat er es nicht.

Seinem älteren Kollegen Salcher schaut er gerne über die Schulter. „Ich lerne fast jeden Tag etwas Neues hinzu. Der Beruf ist sehr vielseitig, auch wenn ich mal Rasen mähen muss“, sagt Österle. Es lernen hier aber nicht nur die Jungen von den Alten, es sei auch umgekehrt der Fall, so Salcher. „Die sind einfach technisch viel weiter, als wir es waren.“ Und was macht Salcher in seiner Freizeit? „Da gehe ich mit meiner Ehefrau wandern oder saunen. Außerdem haben wir zwei Kinder und vier Enkelkinder, die uns sehr am Herzen liegen.“

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