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Die Frage: Was wird aus dem Gelände beim ehemaligen Sporthaus Henle?

Bauausschuss

Erneute Ablehnung beim Henle-Grundstück

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Der Herrschinger Bauausschuss lehnt die Pläne für das Henle-Grundstück zum zweiten Mal ab.

Herrsching – In unerhoffter Einigkeit hatten Gemeinde Herrsching und Kreisbauamt die Pläne für das Henle-Grundstück an der Seestraße in Herrsching im Frühjahr abgelehnt. Der Bauausschuss hatte sich schon damals darauf gefasst gemacht, dass das so genannte Einvernehmen einfach ersetzt würde. Aber auch die Bauexperten im Landratsamt störten sich an den vier Geschossen. Zumindest wirkte das Gebäude mit seinen Zwerchgiebel viergeschossig. Dem Bauausschuss lag am Montag nun eine geänderte Planung vor.

Welte (CSU): „Da hat sich nichts verändert“

In Absprache mit dem Landratsamt wurden die Zwerchgiebel durch Dachgaube ersetzt. An der Kubatur ändert sich jedoch im Wesentlichen nichts. Die Herrschinger blieben darum dabei: Ihr Einvernehmen erhält das Vorhaben nicht. Und wie sich das Kreisbauamt auf diesen „Zeichentrick“ einlassen konnte, stieß auf großes Unverständnis.Das Wort „Zeichentrick“ in diesem Zusammenhang stammt von Christiane Gruber (BGH). „Meiner Meinung nach hat sich da nichts verändert. Ich werde das auch heute ablehnen“, sagte Willi Welte (CSU).

Für diesen Bereich der Seestraße, wo neben dem Supermarkt aktuell noch das flach gebaute, mittlerweile leer geräumte Sporthaus steht, gibt es keinen Bebauungsplan, darum muss sich die Planung in die umgebende Bebauung einfügen. Vorgesehen ist der Bau von zwei zwar abgestuften, aber auch mit Gauben immer noch viergeschossigen Mehrfamilienhäusern, in denen jeweils zwölf Wohneinheiten in einer Größe zwischen 49 und 140 Quadratmeter Platz haben sowie eine Tiefgarage für 46 Fahrzeuge.

Der Beschluss fiel einstimmig

Auch die gemeindliche Bauverwaltung zweifelte in ihrem Vorbericht, dass die viergeschossige Wirkung mit der giebelseitigen Dachterrassennutzung wegfalle. Schon gar nicht von der Straße aus gesehen, meinte Gertraud Köhl (Grüne). Und von dort blicke nun mal jeder Passant auf das Haus.

Johannes Puntsch (FDP) haderte noch mit einem ganz anderen Thema, nämlich der Gewerbenutzung. Dass diese auch in der beliebten Geschäftsstraße nicht vorgeschrieben werden kann, darüber hatten die Gemeinderäte schon im Mai diskutiert. Gleichwohl fehlte Puntsch „ein Laden oder irgendwas im Erdgeschoss“. 

Und er stand nicht allein da. Jeder für sich im Bauausschuss hatte deshalb einen Grund, weshalb er das Vorhaben in diesem Ausmaß auch diesmal ablehnte. Der Beschluss fiel einstimmig, die abschließende Beurteilung obliegt wieder dem Landratsamt, diesmal haben die Herrschinger aber wenig Hoffnung, dass die Kreisbehörde auf ihren Zug mit aufspringt.

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