Altes Gemeindehaus Widdersberg
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Der Neubau des Gemeindehauses in Widdersberg muss noch auf sich warten lassen.

Widdersberg: Kosten für Neubau gebilligt

Bausumme für Gemeindehaus wächst

  • vonAndrea Gräpel
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Gemeinderat Herrsching segnet Kostenberechnung für neues Gemeindehaus in Widdersberg ab: 1,242 Millionen Euro.

Widdersberg – Diejenigen Gemeinderäte, die schon länger dem Herrschinger Ratsgremium angehören, wunderten sich nicht, dass die Kosten für den Neubau des Gemeindehauses in Widdersberg höher sind, als vor sechs Jahren einmal vorgerechnet. So lange wird schon an der Planung gefeilt, wird sie verworfen, wieder aufgegriffen und modifiziert. Architekt Sacha Neukirch vom Büro Sommersberger legte am Montag die jüngsten Berechnungen vor, nachdem zuletzt im Juli über den Entwurf beraten worden war. Die Kosten liegen 217 000 Euro über dem Ansatz, der im Haushalt vorgesehen ist, sind aber heuer nicht mehr fällig, da die Umsetzung der Maßnahme aufgrund der knappen Haushaltslage bereits auf das nächste Jahr verschoben worden ist (wir berichteten).

„Es gibt Stimmen, die die Investition grundsätzlich infrage stellen“, sagte Gerd Mulert (Grüne) und griff damit ein Thema auf, das seine Frau Rita als Gemeinderätin schon leidenschaftlich vertreten hatte. Sie hatte nicht mehr kandidiert, Gerd Mulert zog neu ins Gremium ein. Sie hatte einen Neubau immer für unnötig gehalten. Gerd Mulerts Aufforderung, die Maßnahme noch einmal zu hinterfragen, stieß auf wenig Gegenliebe, vor allem bei all jenen Gemeinderäten, die das Hin und Her seit sechs Jahren miterleben.

„Ich persönlich finde, dass uns weitere Diskussionen nicht weiterbringen“, sagte zum Beispiel Christiane Gruber (BGH). „Ich von meiner Seite aus würde das auch gerne zu Ende bringen“, sagte Vizebürgermeisterin Christina Reich. „Ich möchte ungern noch ein mal von vorne anfangen.“ Fromuth Heene (CSU) schloss sich dieser Meinung an. Sie betonte, dass Widdersberg einen vernünftigen Versammlungsraum brauche, nachdem der Ignazhof vermutlich wegbreche. Vor allem meinte sie, dass sich Bürger auf gefasste Beschlüsse verlassen können müssten.

Anderer Meinung waren die wie Mulert im Frühjahr gewählten neuen Gemeinderäte, Alexander Keim (FDP) und Claudia von Hirschfeld (BGH). Bei einer Summe von rund 1,242 Millionen Euro und in Anbetracht weiterer Investitionen gehe es „um eine ganze Menge Holz“ und dass Corona bringe eine neue Sachlage hervor. Mit 18 gegen 4 Stimmen wurde die Kostenberechnung des Architekten dennoch gebilligt.   

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