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Wo heute die Hundesportler parken, soll eine Obdachlosenunterkunft entstehen.

Obdachlosenunterkunft

Bedenken weggewischt

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Kleingärtner und Hundeverein in Herrsching wehren sich mit Händen und Füßen gegen den Bau einer Obdachlosenunterkunft gleich neben Kleingartenanlage und Hundeübungsplatz. In der jüngsten Bauausschuss-Sitzung wurden die Einwände mit einer Gegenstimme zur Kenntnis genommen, blieben aber unberücksichtigt.

Herrsching – Sobald die schalltechnischen Untersuchungen vorliegen sowie ein Sickertest wird die Planung noch einmal ausgelegt, um dann bald umgesetzt zu werden. Die Kleingärtner beanspruchen die Fläche, auf der die Obdachlosenunterkunft entstehen soll, für sich. Sie sei Bestandteil ihres Pachtvertrages mit der Gemeinde. Die Verwaltung allerdings macht für diesen Bereich nichts anderes als öffentliche Grünfläche mit Fuß- und Radwegeverbindung aus. Die Nutzung der Kleingartenanlage sei durch das Vorhaben in keiner Weise eingeschränkt, insofern seien die Bedenken nicht angebracht.

Der Hundeverein wiederum macht darauf aufmerksam, dass er auf die Parkplätze angewiesen sei, die ihm die noch freistehende Fläche bietet. Genau dort soll aber die Obdachlosenunterkunft entstehen. Die Nutzung dieser Fläche als Parkraum sei allerdings schon heute unzulässig, argumentiert die Verwaltung. Und ob es, wie vom Hundeverein befürchtet, zu Konflikten kommt wegen des Lärms beim Trainings, soll ein schalltechnisches Gutachten klären, das der Bauausschuss in Auftrag gegeben hat. An der Planung an sich wollte im Bauausschuss niemand rütteln.

Wie berichtet, war der Bau der Unterkunft an dieser Stelle im Januar vergangenen Jahres von CSU-Gemeinderat Willi Welte vorgeschlagen worden, weil die aktuelle Unterkunft – das so genannte Hurlehaus – nicht nur marode ist, sondern in direkter Nachbarschaft zu Volksschule und Wohnbebauung noch mehr Konflikte birgt als in der Nähe von Kleingartenanlage und Gewerbegebiet.

Geplant ist ein Flachdachbau mit einer Grundfläche von maximal 200 Quadratmetern und einer maximalen Wandhöhe von drei Metern. Weltes Vorschlag waren Zimmer, die maximal zehn Quadratmeter groß sind und jeweils über eine eigene Nasszelle verfügen (WC und Waschbecken). Des Weiteren soll in dem Bau ein Waschmaschinenraum, eine gemeinsame Dusche und ein Lagerraum untergebracht werden. Willi Weltes damaliger Schätzung nach könnten somit zwölf Zimmer entstehen.

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