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Riesenandrang beim Tag der offenen Tür.

Asylunterkunft

Offene Türen im Schwesternheim in Breitbrunn

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Breitbrunn – In den vergangenen Monaten für eine Million Euro umgebaut, ist die neue Asylunterkunft in Breitbrunn nun fertig.

Ein festes Gebäude, Platz für 85 Menschen, und diese Menschen werden sich über die Lage nicht beschweren können. Es ist eine spartanische Einrichtung, nicht zentral, aber die Seelage macht Vieles wett. Der Kontrast zu umstehenden Villen könnte nicht größer sein. Der Landkreis Starnberg hat das alte Schwesternheim der St. Josefskongregation in Breitbrunn für eine Million Euro soweit saniert, dass heute die ersten Flüchtlinge einziehen können. Das lange Zeit leerstehende Haus aus den Anfängen der Ursberger Schwestern in Breitbrunn – vor nun 86 Jahren – wurde dem Landkreis mietfrei für sechs Jahre überlassen, um dort Asylbewerber zu betreuen (wir berichteten).

Es gab einiges in dem vollunterkellerten zweigeschossigen Gebäude zu tun. Brandschutztüren und Fluchttreppen mussten eingebaut, Haustechnik saniert und sanitäre Anlagen und Küchen installiert werden. Gestern wurde das Haus der Öffentlichkeit vorgestellt, heute ziehen die ersten Flüchtlinge ein. Angekündigt sind 22 Iraner, vier Iraker und vier Syrer – in der Mehrzahl männliche Einzelpersonen. Darunter drei unter 18 Jahren und zwei Kleinkinder. Der Kinderspielplatz, den Sonja Hils vom Helferkreis Breitbrunn gerne auf dem idyllischen Grundstück eingerichtet hätte, kann also noch warten. Sabine Neumann, Fachbereichsleiterin Asyl im Landratsamt, hatte sich das auch anders vorgestellt, „aber man kann nur Wünsche äußern“. Am Freitag sollen weitere 30 Flüchtlinge einziehen, dann nochmal 25.

Mehr als 100 Breitbrunner nutzten gestern die Gelegenheit, sich die Einrichtung anzuschauen. Von Ein- bis Sechsbett-Zimmern ist alles vorhanden. Es gibt zwei Aufentshaltsräume, vier Küchen und vier Bäder, die sich jeweils zehn Personen teilen – getrennt nach Geschlechtern. Die Organisation übernimmt auch in Breitbrunn Jonas Better Place. Fester Betreuer ist Jimmi Jacob – ein Weißer, in Gambia geboren, der Afrikanisch, Arabisch, Englisch und Deutsch spricht.

Die Anlage ist neben dem Containerdorf in Starnberg die zweite, die Landrat Karl Roth gestern eröffnete. Auch er bewunderte die grandiose Aussicht über den See. Herrschings Ordnungsamtsleiterin Andrea Sigl indes machte sich auch Sorgen. „Wir brauchen unbedingt Schilder, ich will hier keine Badetoten“, sagte sie angesichts der Vorfälle in Badeseen im vergangenen Jahr und der Seenähe der Breitbrunner Unterkunft.  grä

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