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Wohlsein: Johann Kaindl aus Breitbrunn prostet Prinz Charles (r.) zu. Später legte Kaindl mit Herzogin Camilla eine flotte Sohle aufs Parkett.

Breitbrunner über Herzogin Camilla

„Sie tanzte wunderbar“

Johann Kaindl aus Breitbrunn durfte sich im Mai über eine prominente Tanzpartnerin freuen. Er legte einen Walzer mit Herzogin Camilla aufs Parkett.

Breitbrunn – Geheimhaltung war oberstes Gebot, erzählt Johann Kaindl aus Breitbrunn. Und obwohl fast ein halbes Jahr vergangen ist, macht er kein großes Ding daraus, dass er im Mai Tanzpartner von Camilla war. Ja, richtig, offizieller Tanzpartner der Ehefrau von Prinz Charles, mit der er im Münchner Hofbräuhaus einen flotten Walzer aufs Parkett legte.

Etliche Youtube-Filmchen zeugen davon, dass der 88-Jährige seinen Zuhörern keinen königlichen Bären aufbindet, wenn er erzählt, Tanzpartner von Camilla gewesen zu sein. „Für mich war dies zwar schon ein wenig aufregend, aber auch nicht so besonders, dass ich es groß an die Glocke gehängt hätte“, wiegelt Kaindl bescheiden ab. Zu der Ehre war er durch seine tänzerische Passion gekommen. 

Seit 1996 tanzt Johann Kaindl im Münchner Hofbräuhaus

Seit 1996 laden er und derzeit 23 Mittänzer jeweils dienstags ins Hofbräuhaus zu einem Tanznachmittag bei Livemusik ein. „Und da kam der Wirt eines Tages auf uns zu und erzählte, dass Camilla und Prinz Charles im Rahmen ihrer Deutschlandtour nach München kommen, und dass ein Besuch im Hofbräuhaus vorgesehen ist.“ Laut Protokoll war die Stippvisite für Donnerstag, 9. Mai, geplant. „Für uns war es kein Problem, auch ein zweites Mal die Woche das Tanzbein zu schwingen. Deshalb sagten wir sofort Ja.“

Als Tanzpartnerin für Prinz Charles war Margot Bissinger aus München vorgesehen. „Normalerweise ist sie meine Tanzpartnerin, doch anlässlich des hohen Besuches haben wir einfach mal die Partner gewechselt. Wir waren außerdem als Tischnachbarn der beiden eingeplant.“ Einmarschiert sind Camilla und Charles in Begleitung einer bayerischen Blaskapelle. Nachdem sie Platz genommen und ihre Tischnachbarn begrüßt hatten, wurde eine traditionelle Maß Bier aufgetischt. „Ich habe dann, wie es vorgesehen war, Camilla auf Englisch zum Tanzen aufgefordert. Ich muss zugeben, sie tanzte wunderbar“, schwärmt Kaindl. „Doch mit dem Bier konnten sich die beiden nicht so recht anfreunden. Als sie wieder abgezogen waren, waren die Maßkrüge noch fast voll.“ Trotz des strengen Protokolls sei es „ziemlich ungezwungen“ gewesen. „Mei, des san halt a nur ganz normale Leid“.

Wer Lust hat, wieder mal das Tanzbein zu schwingen: Die Ü60-Party im Hofbräuhaus steigt jeden Dienstag von 14.30 bis 17.30 Uhr. „Wir freuen uns über Zuwachs. Auch 90-Jährige und darüber sind herzlich willkommen. Auch wenn es mit dem Tanzen gerade nicht mehr so klappt – man kommt ganz schnell wieder in den Rhythmus hinein. „Außerdem ist Tanzen eine der gesündesten Sportarten, die es gibt“, sagt Kaindl. 

von Uli Singer

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