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Blut spenden rettet Leben  -  in Herrsching waren es 80 Spender. 

BRK-Blutspendenaktion

240 Leben auf einen Streich

Herrsching – Bei einer BRK-Blutspendenaktion in Herrsching kamen 90 Spender - 80 von ihnen durften letztlich Blut spenden.

Es ist ein verregneter Nachmittag, an dem das BRK Starnberg mal weder in Herrsching zu Gast ist und auf viele Blutspender hofft. An diesem kühlen Mainachmittag ging es in der großen Herrschinger Schule jedoch richtig heiß her. Spendenwillige Herrschinger hatten sich durch den Regen gekämpft, um 490 Milliliter ihres kostbaren, warmen Lebenssaftes dem Bayerischen Roten Kreuz zu spenden. Das BRK Starnberg hatte im vergangenen Jahr als Vorreiter unter den verschiedenen Kreisverbänden begonnen, in Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst des BRK in Starnberg und den umliegenden Gemeinden, Blutspendeaktionen zu organisieren, um den Bedarf von 2000 bis 2500 Blutspenden zu decken, die bayernweit täglich benötigt werden. 

Männer dürfen sechsmal jährlich spenden, Frauen viermal

Falls eine Anfrage bei einem Engpass aus anderen Bundesländern kommt, helfen die Bayern natürlich auch gerne aus. Für den Blutspendedienst des BRK kümmern sich 21 mobile Teams bayernweit von Montag bis Freitag mit Ärzten und Krankenschwestern um die Spendenwilligen. Von freiwilligen Helfern des BRK Starnberg wurden sie anschließend mit einer ausgiebigen Brotzeit wieder gestärkt. Marko Hammer, Leiter des Herrschinger Teams, war zufrieden mit der Aktion: „Mit 50 bis 60 Spendern ist solch eine Aktion schon ein Erfolg, und an diesem Tag sind es sogar 90 Spendenwillige, von denen 80 dann tatsächlich Blut spenden durften.“ 

Denn eine ärztliche Vorabkontrolle schließt alle möglichen Risiken für Spender und Empfänger aus. 65 Spender waren sogar Erstspender, wobei auch solche erfasst werden, die erstmals beim BRK Blut spenden. Hammer erklärt, dass das Blut noch am selben Abend nach München gebracht, dort in einem von vier Instituten untersucht und verarbeitet werde und dann im Zentrum in Wiesentheid auf seinen großen Einsatz warte. Männer dürfen sechsmal jährlich spenden, Frauen viermal. Das Mindestalter dabei ist 18 Jahre, beim ersten Mal sollte man nicht älter als 65 Jahre sein und ab 72 Lenzen, kann man dann ruhig den Jüngeren beim Aderlass den Vortritt lassen. 

Spender sollte zwei Liter getrunken und gut gegessen haben

Wichtig ist, dass sich der potenzielle Spender gesund fühlt und an dem Tag mindestens zwei Liter getrunken und gut gegessen hat. Die 80 Spender, die an diesem Tag Blut gespendet haben, haben damit potenziell 240 Leben gerettet. Unterstützt wurde die Aktion in Herrsching tatkräftig von der Bereitschaft Seefeld und der Wasserwacht Herrsching.

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