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Geehrte und Aktive der Wasserwacht Herrsching. Sie blicken auf ein gutes Jahr zurück. 

BRK-Wasserwacht

29 neue Mitglieder in einem Jahr

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Es war ein gutes Jahr für die Wasserwacht-Ortsgruppe Herrsching. Nicht nur, weil sie Mitglieder gewinnen konnte.

Herrsching – Mit viel Einsatz und Hingabe haben die Mitglieder der Wasserwacht Herrsching auch 2017 wieder für mehr Sicherheit auf und am Ammersee gesorgt. Das belegen allein schon die Zahlen: Insgesamt 2285 Wachstunden sind in den Büchern verzeichnet. Dazu kommen 344 SEG-Einsatzstunden und etwa 1500 Arbeitsstunden. Nicht zuletzt leisteten die Aktiven 57 Wachtage – Pflicht wären 51 gewesen. Fazit: Seit den Neuwahlen im vergangenen Jahr ist es weiter bergauf gegangen mit dem lebendigen Verein.

Der technische Leiter Tobias Schneider hatte bei der Jahresversammlung im Andechser Hof am Freitagabend natürlich alle Zahlen parat: 190 Mitglieder zählt die Ortsgruppe Herrsching, davon sind 73 ab und an, 30 regelmäßig aktiv. Passive Mitglieder verzeichnet der Verein 99, und es gibt 18 Jugendliche. Nur einen Austritt hatte die Ortsgruppe im vergangenen Jahr zu beklagen, doch das fällt nicht weiter auf. Denn sage und schreibe 29 Neueintritte konnte Schneider stolz vermelden, darunter sieben Jugendliche.

Es werden aber auch alle gebraucht für die Anforderungen, denn 2017 verlangte den Wasserwachtlern eine Menge ab. Insgesamt 98-mal wurden die Einsatzkräfte gerufen. Fünf Vermisstensuchen, eine Lebensrettung, 37 Sachbergungen, 28 Rettungen aus Gefahrenlage, eine Leichenbergung, 16 medizinische Notfälle, die Liste lässt ahnen, dass eine Menge los war. Nur siebenmal kehrten die Wasserwachtler auf der Anfahrt um, weil sich der Alarm als ein falscher erwiesen hatte.

Einige der Einsätze bleiben in besonderer Erinnerung: Gemeinsam mit den Wasserwachten Dießen und Buch sowie der Schnelleinsatzgruppe Seefeld beispielsweise konnten die Herrschinger im Sommer eine Bootsbesatzung nachts aus dem Sturm retten. Das Boot kenterte, konnte aber gemeinsam gehoben und am nächsten Tag schon wieder aufgetakelt werden. Eine andere Jacht wurde im Sturm von der Boje gerissen und beim Kurparkschlösschen angespült. Gemeinsam mit der Crew bargen die Wasserwachtler auch dieses Schiff. Ebenso wie eine Rennjacht, die vor dem Rieder Eck in Herrsching gekentert und dann auf 30 Meter Tiefe gesunken war. An dieser spektakulären Bergung waren 15 Einsätzkräfte der Wasserwachtgruppen aus den Landkreisen Starnberg und Landsberg beschäftigt, darunter auch sieben Rettungstaucher.

Bei der Ausbildung waren die Wasserwachtler ebenfalls fleißig: Ein Mitglied machte den Bootsführerschein, zwei einen Rettungsschwimmer und ein weiteres Mitglied absolvierte die Ausbildung zum Wasserretter. Acht Wasserwachtler machten das Rettungsschwimmabzeichen in Silber. Vier weitere Mitglieder ließen sich in der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte schulen.

Paulina Baumbach ist seit Freitagabend offiziell die neue Jugendleiterin bei der Wasserwacht. Die 24-Jährige ist erst seit April 2017 Mitglied der Wasserwacht und hatte die Jugendarbeit zusammen mit Christoph Müller in Schwung gebracht. Jugendschwimmwettbewerb, Hüttenwochenende und regelmäßiges Schwimmtraining – es läuft rund. Stabil ist auch das Finanzielle: 19 000 Euro Einnahmen stehen 19 000 Euro Ausgaben gegenüber.

Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden Carina Feyer, Anke Gülpers, Tobias Schneider und Thomas Wuttke geehrt. Seit fünf Jahren sind Justine Eckel, Robin Eckel, Leonie Fröhlich, Nadine Herold, Esther Kirschbaum, Annalena Minor, Jennifer Minor, Philipp Sosna und Niklas Struckhof dabei. Auch die Wachgänger wurden geehrt: Andrea Huber mit 15 Diensten, Max Mantz mit 13,5 Wachdiensten, Rudi Stadler, Therry Brandl und Tobi Schneider mit 11,5 Wachdiensten und Leon Gambihler mit 9,5. Felix Schärfl erhielt die Medaille der Wasserwacht in Bronze, Tine Schalk die Ausbildungsmedaille.

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