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Die Aufstellungsversammlung wurde verschoben, nominiert wurde aber Bürgermeisterkandidat Alexander Keim (5.v.l.).

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterkandidat Nummer drei

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Die FDP Herrsching schickt bei der Kommunalwahl 2020 einen dritten Bürgermeisterkandidaten ins Rennen: Der 41-jährige Alexander Keim ist hoch motiviert.

Herrsching Alexander Keim hat seiner Frau Elin erst am Freitagmorgen eröffnet, dass er für die FDP als Bürgermeisterkandidat ins Rennen geht. Der 41-Jährige ist neben Bürgermeister Christian Schiller und Fromuth Heene (CSU) Kandidat Nummer drei in Herrsching. Die Entscheidung, mit einem Bürgermeisterkandidaten in den Kommunalwahlkampf zu starten, fiel erst bei der Aufstellungsversammlung am Donnerstag.

Schon bei den Neuwahlen im Mai hatte sich ein Generationenwechsel angekündigt. Mit Keim und Stefan Seyler gehören dem Vorstand zwei junge Väter an, deren großes Anliegen zwar das Gymnasium ist, aber nicht nur. Diese beiden haben erst kurz vor der Aufstellungsversammlung die Kandidatur unter sich ausgemacht. Da Seyler beruflich kaum Spielraum habe, nahm Keim die Herausforderung an. „Der Abend hatte eine gewisse Dynamik“, gesteht Keim, denn es blieb bei dieser Versammlung bei der Nominierung des Spitzenkandidaten. Eine Liste sollte aufgestellt werden, es fehlen aber noch vier Bewerber. „Wir wollen die Plätze ungern doppelt belegen“, erklärt Keim. Ein zweiter Anlauf dafür erfolgt deshalb in der ersten Dezemberhälfte. Bis dahin hat sich Keim möglicherweise schon in Stellung gebracht.

Kommunalwahl 2020: Welche Aufgaben hat der Bürgermeister?

Der Digitalisierungsberater ist erst seit drei Wochen zweifacher Familienvater. Das Gymnasium nennt der gebürtige Münchner, der seit 2015 in Herrsching lebt, seine „Herzensangelegenheit“ und war Triebfeder, 2018 in den FDP-Ortsverband einzusteigen. „Ich hoffe, dass Stabilität in die Faktenlage kommt“, so Keim. Denn andere Themen seien liegengeblieben, nachdem mit den Gemeinderäten Johannes Puntsch und Jens Waltermann im Ortsverband zwei unterschiedliche Meinungen aufeinandertrafen und „wir erstmal Paartherapie betreiben mussten“. Erfolgreich, versichert Keim. „Mittlerweile sind wir gut beieinander.“ Sich ändernde Meinungen müsse man respektieren. Und Puntsch als Gegner des Standorts Mühlfeld könne nun wirkungsvoll mit seinen Bedenken helfen, mögliche Schwierigkeiten aufzulösen. „Es geht jetzt vor allem um einen Faktencheck“, so Keim. Weitere Themen sollen in den Fokus rücken, wie die Zukunftsfähigkeit als Gewerbestandort, eine wohnortnahe medizinische Versorgung, ambulante Pflegeeinrichtungen, ein Bürgerzentrum für Herrsching als Begegnungsstätte oder der zukünftige Umgang mit dem Naturraum Ostufer.

Als Digitalisierungsberater ist es Keim natürlich ein Anliegen, den Internetauftritt vor allem im Wahlkampf zu verbessern. Am Donnerstag stellte er den neuen Auftritt der FDP Herrsching in Sozialmedien vor – Webseite, Facebook, Instagram. Der Vorstand sieht darin neben der Bekanntgabe von Veranstaltungen die Möglichkeit, mit den Wählern in einen Dialog zu treten. Denn für Keim bedeutet liberale Politik, ergebnisoffen und faktenbasiert zu diskutieren, Raum für unterschiedliche Meinungen zu lassen und nötige Veränderungen ohne Verbote und Einschränkungen durchzusetzen.

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