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Herrschings fleißigster Punktesammler: Christoph Marks war mit 27 Zählern erfolgreichster Akteur des Abends. 

Volleyball

GCDW vergibt 2:0-Führung und Matchball

Die Bundesliga-Volleyballer des  TSV Herrsching haben in Düren nach 2:3-Satzführung und einem Matchball noch mit 2:3 verloren. Aber sie konnten ersmals einen Punkt bei den SWD Powervolleys entführen und kletterten auf Rang sechs.

Herrsching – Es scheint, als habe der TSV Herrsching heuer ein Abonnement für hochspannende, dramatische Fünf-Satz-Spiele. Doch am Mittwoch blieb das Happy-End aus. Bei den SWD Powervolleys Düren verlor die Mannschaft von Coach Max Hauser unglücklich mit 2:3 (25:23, 26:24, 23:25, 25:27, 11:15). Dabei vergaben die Ammerseer eine 2:0-Führung und ließen im vierten Satz zudem zwei Matchbälle ungenutzt. „Volleyball kann sehr schön, kann aber auch sehr bitter sein“, sagte Hauser.

So ganz mit leeren Händen kehrten Kapitän Michal Sladecek & Co. nicht zurück. Dank des einen Zählers überflügelte Herrsching in der Tabelle die direkten Kontrahenten aus Bühl (0:3 gegen Berlin) und Lüneburg (spielfrei) und kletterte auf Platz sechs. Der Vorsprung auf den ersten Nicht-Playoff-Platz beträgt nun schon acht Zähler.

Trotz der unnötigen Niederlage wirkte Hauser dennoch zufrieden. „Die Performance hat gestimmt.“ So richtig etwas vorwerfen will Hauser sich und seinem Team nichts. „Wir haben gekämpft bis zum Schluss und an unsere Chance geglaubt.“ Doch ausgerechnet im Tie-Break hatte Herrsching eine schwache Phase. Im Angriff agierte man zu ungenau, Düren seinerseits blockstark. Allein Christoph Marks, mit 27 Zählern erfolgreichster Akteur des Abends, wurde in der Entscheidungsphase gleich dreimal geblockt. Zuvor hatte der 20-Jährige nach Belieben punkten können.

Die Partie in Düren war nichts für schwache Gemüter. Von der ersten bis zur letzten Minute war es ein Duell auf Augenhöhe. Die 2000 Zuschauer in der ausverkauften Dürener Arena kamen voll auf ihre Kosten. Nicht nur die Hausherren dürften überrascht gewesen sein vom Auftritt der Gäste. Die Herrschinger kämpften um jeden Punkt. Spektakuläre Rettungstaten von Libero Ferdinand Tille oder krachende Schmetterbälle von Andre Brown und Tom Strohbach – das Spiel bot alles, was ein Volleyballfan sehen will. In allen Sätzen ging es stets hin und her. Der größte Vorsprung eines Teams betrug maximal drei Punkte. Im ersten und zweiten Satz hatte Herrsching das bessere Ende für sich. Damit hatte man zumindest schon mal einen Zähler auf der Haben-Seite. Das war einem Herrschinger Team bei zuvor drei Versuchen noch nie in Düren gelungen.

Dass es letztlich nicht drei oder zumindest doch zwei Punkte wurden, lag an den starken, in der eigenen Halle noch ungeschlagenen Hausherren. Das Team von Coach Stefan Falter gab sich nicht auf und kämpfte sich ins Match zurück und glich nach Sätzen aus. Im vierten Satz vergab Herrsching sogar zwei Matchbälle. Das Momentum war nun auf Seiten Dürens. Bis zum 10:10 war auch der Entscheidungssatz ausgeglichen, doch dann drehten die Hausherren dann so richtig auf. Mit einem krachenden Schmetterball verwandelte schließlich Dürens Mittelblocker Michael Andrei den ersten Matchball nach insgesamt 127 Minuten.

In Herrsching bleiben die Bälle die nächsten Tage im Schrank. Bis einschließlich Neujahr haben die Spieler nun frei. Ab dem 2. Januar gilt die Konzentration dann dem Rückrundenauftakt am Dreikönigstag, wenn der TSV Herrsching den TV Rottenburg zum Südderby empfängt.

Kurz vor dem Jahreswechsel zog Hauser auch ein kurzes Zwischenfazit. „Das war eine beeindruckende Hinrunde. Wir haben uns eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde geschaffen.“ Auch seine Spieler sieht er noch nicht am Limit. „Da ist noch Potenzial.“ Und auch für die Fans hat Hauser, der am Neujahrstag seinen 34. Geburtstag feiert, noch ein paar beruhigende Worte parat. „Wir werden auch wieder Spiele gewinnen.“

Dirk Schiffner

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