Nächster Schritt: BRK-Kreisgeschäftsführer Jan Lang präsentierte im März die vorläufigen Pläne für das Grundstück an der Gewerbestraße in Herrsching. Auf dem Plan sind rechts die bestehenden Container zu sehen, links davon soll die Rettungswache eine neue Bleibe erhalten.
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Nächster Schritt: BRK-Kreisgeschäftsführer Jan Lang präsentierte im März die vorläufigen Pläne für das Grundstück an der Gewerbestraße in Herrsching. Auf dem Plan sind rechts die bestehenden Container zu sehen, links davon soll die Rettungswache eine neue Bleibe erhalten.

Rettungswache Herrsching

Container sind auf dem Weg

  • VonAndrea Gräpel
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Der notwendige Freistellungsantrag wurde in der vergangenen Woche unterschrieben: Ende dieses Monats erwartet Jan Lang, Geschäftsführer des BRK im Landkreis Starnberg, die Container für die geplante neue Rettungswache Herrsching gleich hinter der Impf-Außenstelle im Gewerbegebiet der Ammerseegemeinde.

Herrsching - Wie berichtet, hat das BRK die Fläche neben dem Hegemann-Behelfsparkplatz nicht nur übergangsweise im Visier. Vorerst bis Ende April 2023 ist die Fläche angemietet. Aktuell laufen die Verhandlungen über einen Erbbaupachtvertrag. Die Container, in denen Impfstation und Testcenter untergebracht sind, sollen bis Ende September stehen bleiben. Insgesamt hat das BRK im Landkreis fünf Stationen – außer in Herrsching auch in Wörthsee, Feldafing, Starnberg und Gauting. „Ich glaube nicht, dass wir diese Kapazitäten nach September noch brauchen“, sagt Lang im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Theoretisch könnten in der Woche 6500 Menschen geimpft werden, „wir bekommen zurzeit nur 200 Dosen“. Welche Außenstelle allerdings dann geschlossen werde, könne er noch nicht sagen.

Die neue Wache, die von Seefeld nach Herrsching verlegt worden ist und bis zum Umzug noch im BRK-Heim an der Keramikstraße untergebracht ist, soll langfristig am Standort im Gewerbegebiet bleiben – zunächst ebenfalls in provisorischen Bauelementen. Da dieses Grundstück bereits seit den 1980er-Jahren Baureife hat, ist dafür kein Bebauungsplan nötig. Und da die Maßgaben eingehalten werden, kann das neue Provisorium in einem unbürokratischen sogenannten Freistellungsantrag genehmigt werden. Lediglich Stellplatznachweise hätten noch gefehlt und nachgereicht werden müssen, so Lang. Bürgermeister Christian Schiller hatte in der jüngsten Bauausschusssitzung mitgeteilt, dass dieser Antrag mittlerweile vorliegt. Unterschrieben sei er auch.

Wie berichtet, hatte das BRK Starnberg an Ostern zwei neue Rettungswachen in Betrieb genommen – in Gilching und in Herrsching. Die Wache in Gilching machte es möglich, dass der Rettungswagen aus Seefeld dauerhaft nach Herrsching verlegt werden konnte, um damit diesen Bereich besser abdecken zu können. Die Ehrenamtlichen der Herrschinger BRK-Bereitschaft sind bis zum weiteren Umzug des Rettungswachenteams ins Gewerbegebiet im Forum StaRK an der Straße Zum Landungssteg ausgewichen.

Langfristig soll nach Wunsch der BRK-Geschäftsführung im Herrschinger Gewerbegebiet ein Rot-Kreuz-Zentrum entstehen. Dies hatte Kreisgeschäftsführer Lang vor der Errichtung der Impf-Außenstelle schon im März verraten. Er sprach davon, dass auch Wasserwacht und vor allem BRK-Bereitschaft an dieser Stelle ein Dach über dem Kopf bekommen sollen. Möglicherweise könnten auch Tagespflegeplätze untergebracht werden. Dazu brauche es allerdings eine langfristige Absicherung durch einen Erbbaupachtvertrag.

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