Wird immer stärker: Herrschings Außenangreifer David Wieczorek. Foto: Andrea Jaksch
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Wird immer stärker: Herrschings Außenangreifer David Wieczorek.

Volleyball

Ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel für die WWK Volleys Herrsching

  • vonDirk Schiffner
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Auch wenn es formal nur um drei Punkte geht. Das Duell zwischen den WWK Volleys Herrsching und den United Volleys Frankfurt am Samstag, 19 Uhr (live bei sporttotal.tv), ist ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel.

Herrsching – Drei Punkte liegen die Ammerseer derzeit in der Tabelle der Volleyball-Bundesliga vor den Hessen, mit einem Sieg könnte das Team von Trainer Max Hauser einen entscheidenden Schritt in Richtung Playoff-Viertelfinale machen und sich zudem die Frankfurter vom Leib halten. Hauser erwartet „ein enges Match, das wir unbedingt gewinnen wollen. Wir wollen vorne dranbleiben.“

Während sich an der Tabellenspitze der VfB Friedrichshafen (30 Punkte), die Berlin Recycling Volleys (29) und die Powervolleys Düren (28) um die beste Ausgangsposition für die Anfang März beginnenden Playoffs balgen, hat sich dahinter ein Sechskampf um die verbleibenden fünf Plätze für das Viertelfinale entwickelt. Und die Herrschinger haben sehr gute Chancen, auch im sechsten Jahr in Folge das Viertelfinale zu erreichen – wobei heuer ja das Ziel Halbfinale ausgerufen wurde. Nach der unglücklichen 1:3-Niederlage in Friedrichshafen gilt das Augenmerk der WWK Volleys nun den vorentscheidenden Partien gegen drei direkte Kontrahenten. Nach dem Spiel gegen Frankfurt bekommen es Kapitän Johannes Tille und Co. im Januar noch mit der SVG Lüneburg und den Netzhoppers Königs Wusterhausen zu tun.

Das Match gegen Frankfurt wäre eigentlich das dritte Spiel im Audi Dome gewesen. Coronabedingt finden die Spiele aber weiterhin ohne Zuschauer statt. Fraglich ist, ob in dieser Spielzeit überhaupt noch mal Fans in die Hallen gelassen werden.

Im Hinspiel vergeigten die WWK Volleys eine 2:1-Satzführung und verloren am Ende noch mit 2:3. Nach einem holprigen Saisonstart legten die Gäste zuletzt enorm zu. Sieben von neun Zählern holte die Mannschaft von Trainer Juan Manuel Serramalera aus den letzten drei Spielen und kletterte auf Platz sieben. Herrsching steht nach zuletzt zwei sieglosen Partien (allerdings gegen die Topteams Berlin und Friedrichshafen) weiterhin mit 18 Punkten auf Rang fünf, einen Platz und einen Zähler hinter dem angestrebten vierten Platz, den derzeit die Bisons Bühl innehaben.

Personell kann Coach Hauser aus dem Vollen schöpfen. Auf Außen bekamen in Friedrichshafen der immer stärker werdende David Wieczorek und Tim Peter den Vorzug, später kam dann Jori Mantha ins Spiel. Hauser spricht gerne von der Qual der Wahl. Die hat der 37-jährige Übungsleiter auch auf Diagonal. Jonas Kaminski steht der etatmäßigen Nummer eins Jalen Penrose in nichts nach, so Hauser. „Alle sind top drauf“, sagt Hauser, in der Hoffnung, dass seine Spieler die Trainingsleistungen auch auf das Parkett bekommen.

Ein Wiedersehen gibt es am Samstag mit alten Bekannten. Diagonalangreifer Daniel Malescha trug in den ersten beiden Bundesliga-Spielzeiten (2014 bis 2016) das GCDW-Dress und wurde so Herrschings erster Nationalspieler, ehe er vom VfB Friedrichshafen verpflichtet wurde. Im vergangenen Sommer wechselte er vom Bodensee in die Bankenmetropole. Vor wenigen Tagen verpflichteten die United Volleys kurzfristig Leon Dervisaj. Der Zuspieler kam bei den WWK Volleys in der Saison 2018/19 allerdings nicht an seinem Rivalen Johannes Tille vorbei. Nach den Stationen TV Rottenburg (2019/2020) und SVG Lüneburg (Juli 2020 bis Dezember 2020) spielt er nun in Frankfurt.

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