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Die Nikolaushalle in Herrsching darf nur mit Ausnahmegenehmigung für Bundesliga-Volleyball genutzt werden.

Event-Arena

Willi Welte wagt Vorstoß für Bundesliga-Volleyballer

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Wird es doch noch etwas mit einer Event-Halle für die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching, den selbsternannten Geilsten Club der Welt (GCDW). CSU-Gemeinderat Willi Welte jedenfalls unternimmt einen neuen Vorstoß.

Herrsching – Für den Bau einer Event-Arena in Herrsching gebe es zusammenhängende Grundstücke im Gemeindebesitz. Dies sagte CSU-Gemeinderat Willi Welte in der jüngsten Delegiertenversammlung des TSV Herrsching, und er wiederholte dies auf Nachfrage zum Ende der öffentlichen Sitzung am Montag im Gemeinderat. Welte: „Dazu stehe ich. Aus. Amen.“

Im Gespräch mit dem Starnberger Merkur erklärt Welte seine Aussage. Wie berichtet, hatte die Gemeinde am Herrschinger Moos bereits Grundstücke für ein Gymnasium erworben. Es waren aber nicht genug, um das Vorhaben dort realisieren zu können. Die Volleyballer des TSV hatten im vergangenen Sommer Lage-Plan und Konzept für eine Event-Arena dort präsentiert, denn sie braucht eine bundesligataugliche Halle, um weiter erstklassig spielen zu dürfen. Für die Nikolaushalle muss sie jedes Jahr um eine Ausnahmegenehmigung betteln. Eingeschlossen in den Lageplan, den die Abteilung dem Gemeinderat präsentiert hatte, waren allerdings wieder Grundstücke, die nicht der Gemeinde gehören. Deshalb war der Wunsch der Volleyballer abgeschmettert worden (wir berichteten).

Welte ließ das Thema nicht los. Auf seiner Suche machte er eine zusammenhängende gemeindeeigene Fläche von 18 000 Quadratmetern oberhalb der Goethestraße aus. 14 000 Quadratmeter bräuchten die Volleyballer für Multiarena mit Foyer, Dreifach-Turnhalle und Parkhaus. Dies hatte Marketingmanager André Bugl so in der Delegiertenversammlung aufgelistet. Und Welte war es, der sagte, dass es diese Fläche gebe. Es geht um sieben Flurstücke, die sich von der Seefelder Straße um das Heine-Optik-Grundstück herum bis hin zur Goethestraße ziehen.

„Die drei Flurstücke an der Goethestraße sind verpachtet – an den Landkreis“, erinnert Bürgermeister Christian Schiller. Mitten drauf steht nämlich eine Flüchtlingsunterkunft. „Das sind vielleicht gerade mal 2000 Quadratmeter“, meint Welte, der in seiner Berechnung davon ausgeht, den Rest der Fläche verwenden zu können. Verpachtet seien aber die Flurstücke, so Schiller. Die verbleibenden vier Flurstücke hätten eine Größe von nurmehr etwa 7700 Quadratmetern, rechnete Bauamtsleiter Guido Finster aus. Das wäre wieder zu klein.

Überrascht reagierte Bürgermeister Schiller aber nicht nur auf Weltes neuerlichen Vorstoß, sondern auch auf die Pläne einer Dreifach-Halle neben der Arena. „Davon höre ich zum ersten Mal“, sagte er am Dienstag.

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