Zweimal ging es zum Klettergarten, der in Form eines Piratenschiffs im Freizeitgelände Utting steht. Die Herrschinger radelten hin und kamen per Schiff zurück.
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Zweimal ging es zum Klettergarten, der in Form eines Piratenschiffs im Freizeitgelände Utting steht. Die Herrschinger radelten hin und kamen per Schiff zurück.

Organisator Wolfgang Schneider zieht in Ratssitzung Bilanz: 178 Teilnehmer in diesem Jahr

Ferienprogramm trotzt Corona

  • vonAndrea Gräpel
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Sommerferien ohne Ferienprogramm – mit Wolfgang Schneider wird es dies in Herrsching nicht geben. Corona hin oder her. Der SPD-Gemeinderat und Dritte Bürgermeister organisiert das Programm auch nach 18 Jahren mit großer Leidenschaft für die Ammerseegemeinde.

Herrsching – Auch in diesem Jahr, in dem alles draußen stattfand und keine Busfahrten möglich waren, kamen 60 Angebote zusammen. Am schnellsten ausgebucht waren die Skaterkurse auf der Anlage am Ammerseestadion. Die standen gleich viermal auf dem Programm. Traditionell präsentierte Schneider seinen Rückblick auch diesmal dem Gemeinderat.

Seit vier Jahren werden Schneider und den Eltern die Teilnahme erleichtert. Anmeldungen erfolgen online, Schneider kann mit einem Klick sehen, was wann ausgebucht oder nicht so gefragt ist. Auch Eltern können gleich sehen, wo noch Plätze frei sind. Traditionell erfolgen die meisten Buchungen bereits am ersten Tag nach der Freischaltung. Insgesamt gab es in diesem Jahr 633 Anmeldungen bei 178 Teilnehmern. Nur zwei Veranstaltungen mussten mangels Teilnehmer abgesagt, zwei mussten wegen der Wetterbedingungen verschoben werden.

Die beliebten Ausflüge in den Skyline Park fielen dieses Jahr flach, weil Busfahrten wegen Corona ausgeschlossen waren. Entsprechendes galt für den Kletterwald und andere weiter entfernte Angebote. Am weitesten entfernt war in diesem Jahr deshalb der Klettergarten in Utting mit seinem Piratenschiff. Gleich zweimal war Utting das Ziel. Und Schneider war beide Male dabei. Mit dem Radl ging es hin und mit dem Schiff dann zurück. „Beim ersten Mal haben wir das in Eindreiviertelstunden geschafft“, sagt Schneider. Beim zweiten Mal konnten zwei kleine Mädchen nicht so schnell hinterherkommen, „da waren es dann drei Stunden“. Schneider macht das nichts, er ist geduldig. So geduldig, wie er seit 18 Jahren das Programm durchführt und bei fast allen Angeboten zumindest als „Grußonkel“ dabei ist, der die Kinder empfängt. In diesem Jahr war er immer unter den Betreuern zu finden.

Gab es in den vergangenen Jahren hie und da Außenstände, freut sich Schneider heuer über eine „ausgesprochen gute Zahlungsmoral“. Nur 18 Euro stehen noch aus. Die Gemeinde hatte auch im Corona-Jahr Geld zur Verfügung gestellt, damit die Teilnahmegebühren niedrig bleiben können. 15 000 Euro gab es statt 35 000 Euro sowie die obligatorische Spende von Luise Gräber, die heuer 150 Euro betrug. Das Geld wurde nicht ganz ausgeschöpft, so dass auch diesmal wieder ein Betreuerausflug möglich sei, freut sich Schneider. Insgesamt standen ihm 41 Freiwillige zur Seite, am häufigsten Andrea Grütter (sechsmal).

„Wenn es die Pandemie zulässt, gibt es auch nächstes Jahr wieder ein Programm in den großen Ferien“, so Schneider. Er hofft, dass es wie gewohnt dann wieder mit dem Skyline Park starten und mit dem Besuch des Labyrinths in Utting enden kann.

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