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Rossmann-Filiale zieht um
Alles muss raus: Die Rossmann-Filiale an der Mühlfelder Straße schließt, der Drogeriemarkt zieht in großzügigere Räumlichkeiten an der Gewerbestraße in Herrsching. Ab Dezember übernimmt Codello die Geschäftsräume im Ortszentrum. © Dagmar Rutt

Die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern: In Herrschings Mitte, an der Ecke Mühlfelder/Luitpoldstraße, eröffnet die Firma Codello im kommenden Frühjahr eine neue Filiale. Sabine Kamprath, Personal- und Büroleiterin des Unternehmens, verspricht: „Das wird wirklich schön.“ Das Outletgeschäft in Hechendorf schließt dafür nach Weihnachten seine Pforten.

Herrsching/Hechendorf – Viele Jahre lang dominierte der Drogeriemarkt Rossmann die belebte Ecke in Herrsching. Die vor dem Eingang oftmals gestapelten Kartons und Paletten gefielen nicht jedem. Nun hat sich das Problem von selbst gelöst. Der Drogeriemarkt bricht zum Monatsende seine Zelte ab und zieht ins Gewerbegebiet an die Gewerbestraße. Das Mode-Unternehmen Codello, das zuletzt in Hechendorf eine Outlet-Filiale betrieb, wird diese dort schließen und zum Jahresbeginn in Herrsching ein neues Geschäft mit einem neuen Konzept eröffnen.

„Kommende Woche schauen wir uns die Räume an“, berichtete Sabine Kamprath dem Starnberger Merkur. Erst im Laufe der nächsten Zeit entscheide sich, wann genau im Frühjahr eröffnet werden könne. Zuvor jedoch, möglicherweise schon am 9. oder 10. Dezember, möchte Codello eine Art Pop-Up-Store in den neuen Räumen an der Mühlfelder Straße aufziehen. Die Outletfiliale in Hechendorf soll während des Weihnachtsgeschäfts ebenfalls geöffnet bleiben.

Codello in Herrsching wird dann aber ganz anders aussehen als das Geschäft in Hechendorf. Aus Rücksicht auf nahe gelegene Modegeschäfte und den Standort werde es keine Damenoberkleidung mehr geben. „Das läuft alles aus“, sagt Kamprath. Man werde sich auf Accessoires konzentrieren. Im Angebot stehen weiter Tücher und Schals, Handschuhe der Firma Röckl, hinzukommen möglicherweise feine Bürowaren wie Notizbücher oder besondere Bleistifte. „Es wird sehr schön werden, auch mit anderen Möbeln als in Hechendorf“, kündigt Kamprath an.

In Hechendorf geht damit eine Ära zu Ende. 1980 hatten der ehemalige Karstadt-Manager Heinz Schnabl und seine Frau Annelie das 1928 von Rinaldo Codello gegründete Münchner Unternehmen gekauft. 1986 zog das Unternehmen an den Steinebacher Weg in Hechendorf, 2014 erfolgte der Einzug in ein Gebäude des Interkommunalen Gewerbeparks in Inning. Dieser Standort wurde Ende 2018 wieder aufgegeben. Zuvor jedoch, Ende 2017, verkaufte die Familie Schnabl das Unternehmen an Christopher Schwarzer und Beate Rapp, die auch heute noch Inhaber sind.

Dass der Standort Hechendorf nun aufgegeben wird, liegt nicht zuletzt an seiner Lage. „Wir sind dort wirklich ein bisschen in der Pampa“, sagt Kamprath. Zufällig komme dort niemand vorbei, „dort muss man wirklich gezielt hinfahren“. Das Unternehmen verspreche sich von dem Standort in Herrsching mehr. „Wir freuen uns drauf.“  

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