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Herrschings Volleyballer könnten bald in Bruck aufspielen.

Bauanfrage liegt bereits vor

Gibt es bald Bundesliga-Volleyball in der Brucker Cerveteristraße?

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Die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching (Kreis Starnberg) haben offenbar einen Standort für eine neue Spielstätte gefunden. Die Multifunktionsarena soll in Fürstenfeldbruck entstehen.

Fürstenfeldbruck/Herrsching– Pfüat di, Herrsching, griaß di, Fürstenfeldbruck? Der Geilste Club der Welt (GCDW) ist auf der Suche nach einer neuen Halle offenbar in der rund 25 Kilometer nördlich gelegenen Großen Kreisstadt fündig geworden. Dem Haupt- und Finanzausschuss liegt jedenfalls ein Konzept für den Bau einer Multifunktionsarena mit 2500 bis 3000 Plätzen vor, über das er am morgigen Dienstag ab 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses beraten will. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung macht den Bundesliga-Volleyballern vom Ammersee Hoffnung. Darin heißt es: „Der Haupt- und Finanzausschuss (...) beschließt, die beabsichtigte Errichtung einer Sport- bzw. Multifunktionsarena durch die GCDW home of volleyball GmbH sowie die Ansiedlung von Gewerbe zu unterstützen.“ Auch für die Brucker Vereine böte sich eine Chance, zumal die Pläne des TuS, am Sportzentrum III eine Mehrfachturnhalle zu bauen, an finanziellen Gründen gescheitert waren.

Ungeklärte Grundstücksfrage verhinderte den Bau der Halle in Herrsching

Vor ziemlich genau zwei Jahren, im Juli 2017, hatten sich die Hoffnungen der Verantwortlichen um Geschäftsführer Fritz Frömming zerschlagen, in Herrsching eine neue Halle für die Volleyballer zu bauen. Der Gemeinderat lehnte die Pläne für einen Neubau am Herrschinger Moos ab – vor allem aufgrund der ungeklärten Grundstücksfrage. Der GCDW ließ aber nicht locker. Schließlich ist die Nikolaushalle zu klein und zu niedrig. Erstliga-Volleyball ist dort nur mit Ausnahmegenehmigungen möglich, bei wichtigen Heimspielen sind die WWK Volleys zuletzt nach Innsbruck ausgewichen. In der zweiten Jahreshälfte 2018 kam neue Dynamik in die Angelegenheit. Brucks OB Erich Raff sei auf den GCDW zugekommen, sagt Frömming.

Das Arenakonzept sieht nun den Bau einer Tragluft-Konstruktion mit Holz- oder Stahlgestell mit einer Hallenhöhe von 13,80 Meter und einem Spielfeld von 20 mal 40 Metern vor. Auf der 14 000 Quadratmeter großen Fläche an der Cerveteristraße im Westen seien auch 500 bis 700 Parkplätze möglich. Die Investitionssumme gibt Frömming mit rund fünf Millionen Euro an. Gespräche mit potenziellen Sponsoren und Partnern seien bereits geführt worden.

2022 soll der Bau fertig sein

Baubeginn soll im Jahr 2020 sein, der späteste Zeitpunkt für die Fertigstellung ist der Beginn der Volleyball-Saison 2022/23. Bis dahin liegen dem GCDW noch Sondergenehmigungen der Volleyball-Bundesliga für die Nutzung der Nikolaushalle vor. Danach ist in Herrsching definitiv Schluss. Ein positiver Beschluss aus Fürstenfeldbruck sei „die letzten Chance“ für einen Verbleib des GCDW in der 1. Volleyball-Bundesliga, heißt es im Konzept.

Herrschings Bürgermeister Christian Schiller, vom GCDW seit Jahren argwöhnisch beobachtet, zeigte sich erfreut über die Entwicklung: „Ich gratuliere den Volleyballern, dass sie offenbar eine Lösung gefunden haben.“ Leider habe Herrsching kein Grundstück zur Verfügung, und politisch sei die Event-Arena nicht umsetzbar gewesen, sagte er. Frömming will soweit noch nicht gehen. Nach dem „Desaster in Herrsching“ sei der GCDW ein gebranntes Kind. Er werde sich erst freuen, wenn etwas unterschrieben sei, sagte er.

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