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Gut gelaunter Landesvater beim BN

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Von: Andrea Gräpel

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Bewies einen guten Draht zu Kindern: Ministerpräsident Dr. Markus Söder (2.v.r.) mit seiner Fraktionskollegin Dr. Ute Eiling-Hütig, dem BN-Ehrenvorsitzenden Professor Hubert Weiger (l.), Herrschings Bürgermeister Christian Schiller (Mitte) und BN-Landeschef Richard Mergner (3.v.r.).
Bewies einen guten Draht zu Kindern: Ministerpräsident Dr. Markus Söder (2.v.r.) mit seiner Fraktionskollegin Dr. Ute Eiling-Hütig, dem BN-Ehrenvorsitzenden Professor Hubert Weiger (l.), Herrschings Bürgermeister Christian Schiller (Mitte) und BN-Landeschef Richard Mergner (3.v.r.). © Andrea Jaksch

Ein schnelles Selfie mit der Kiddi-Cam, ein paar Kinderfragen und schon war er wieder weg, Bayerns Ministerpräsident. Im Schnelldurchgang ließ sich Dr. Markus Söder gestern nicht nur in der Molkerei Scheitz über nachhaltige Produktion informieren (siehe Bayernteil), sondern schaute auch im Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil vorbei, für das der Bund Naturschutz eine ehemalige Bootshalle in ein modernes, energetisch vorbildlichen Seminarzentrum in Holzbauweise verwandelt hat.

Wartaweil - Als Umweltminister war Söder schon einmal beim Bund Naturschutz in Wartaweil, am idyllischen Ammersee-Ufer, hatte sich damals nasse Füße geholt, als er eine kleine Bootstour gewagt hatte, erinnerte sich Birgit Geurden, Leiterin des Seminarhauses. Dafür war gestern keine Zeit, so sehr sich Landrat Stefan Frey und die Bürgermeister Christian Schiller (Herrsching) und Georg Scheitz (Andechs) den Ministerpräsidenten bei dieser Gelegenheit gern zur Seite genommen hätten. Fragen stellen durften nur die Kinder, die aktuell am Ferienprogramm in Wartaweil teilnehmen. Drei. Unter anderem, ob nicht mehr Abfalleimer aufgestellt werden könnten. Söder verwies lachend direkt an die Bürgermeister, versprach aber, sich für weniger Verpackungsmüll stark zu machen.

An der Seite vom BN-Landesvorsitzenden Richard Mergner präsentierte sich der Ministerpräsident als echter Natur- und Umwelt schützer. „Ich bin zahlendes Mitglied. Ich bin ihre Basis“, betonte er und blickte zurück auf die Zeit als Umweltminister (2008 bis 2011). Die Prognosen von damals hätten sich bis heute förmlich überschlagen. „Die Veränderung ist spürbar.“ In Franken zum Beispiel sei es mit dem Wasserhaushalt heute wie im Nahen Osten früher. „Und es reicht nicht zu sagen, es sollen die anderen in der Welt machen.“ Ein Satz, bei dem die Ohren seines niedersächsischen Amtskollegen klingeln dürften. Hatte Söder doch gerade erst die Idee, Bayern mit Frackinggas aus dem Norden Deutschlands zu versorgen. In Wartaweil versicherte Söder, dass auch Bayern ambitionierte Ziele im Kampf gegen Energiekrise und Klimawandel gesteckt und Hausaufgaben gemacht habe. Vor allem das Thema Holz lag ihm am Herzen, Waldumbau, Moorrenaturierungen. „Aber man muss die Menschen mitnehmen. Es ist nicht so einfach, wie man immer glaubt.“

Kurz ließ er sich noch durch das neue Verwaltungsgebäude führen, „eine edle Sache hier, ganz anders als die Bauernfeind-Siedlung“, eine Vorzeige-Gartenstadt in Nürnberg. Gerne wäre er auch noch ins Wasser gesprungen, sagte er. Aber der nächste Termin wartete, und im nächsten Jahr sind Landtagswahlen.  

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