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Die Vorstandsmitglieder sind in Sorge , dass es weitere Verzögerungen gibt, nachdem das erste Teilprojekt realisiert ist: Sonja Sulzmaier und Fiona (oben v.l.), Christian Schoppmann, Jürgen Bocklage-Ryannel, Vanessa von Mandelsloh, Hannes Eisele und Jens Waltermann (unten v.l.). 

Wegen Diskussion um Standort

Gymnasium Herrsching: Eltern bangen um Schulstart im Jahr 2022

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Der zweite Anlauf für ein Bürgerbegehren gegen den Standort des geplanten Herrschinger Gymnasiums in Mühlfeld beunruhigt den Förderverein. In einer Mitteilung warnt der Verein nun vor den Konsequenzen, sollte das Begehren genug Unterschriften bekommen.

Herrsching – „Eine Unterschrift unter das erneute Bürgerbegehren ist ein Nein zum Gymnasium“, warnt die Vorstandschaft des Fördervereins zweites Gymnasium für den westlichen Landkreis Starnberg in einer Pressemitteilung. Kaum hatten sie das erste Begehren als unzulässig abgewehrt gewähnt, tauchte – noch während die Klage für die Zulässigkeit laut der Initiatoren weiter laufe – ein zweites auf. Der Zeitpunkt hatte auch Landrat und Bürgermeister überrascht (wir berichteten). Die Fragestellung ist neu, die Argumente bleiben dieselben. Genau dies wurmt die Förderer, die seit 2009 auf baldige Realisierung des Schulbaus hoffen.

Das Okay für das Gymnasium hatte die Staatsregierung schon im August 2013 gegeben. Längst haben einige der Kinder, die nach Hoffnung der Eltern die neue Schule bald hätten besuchen sollen, ihr Abitur in der Tasche. Und Kinder wie Fiona, die heute die 2. Klasse besuchen, würden gern zum anvisierten und scheinbar greifbar nahen Schulstart in Herrsching im Jahr 2022 dorthin in die 5. Klasse wechseln.

Waltermann: Die Wiederauflage des Begehrens gefährde das Projekt

„Wenn es läuft wie geplant, werden die heutigen Grundschüler der 1. bis 3. Klasse die ersten Schüler der Klassen 5 bis 7 des neuen Gymnasiums sein“, sagt FDP-Gemeinderat Jens Waltermann, der auch Vorsitzender des Fördervereins ist. Die in den Schulferien gestartete Wiederauflage des Bürgerbegehrens gefährde jedoch die Umsetzung des Projekts und diesen Zeitplan. Dabei habe sich an den Voraussetzungen nichts geändert, das Areal an der Seefelder Straße stehe – anders als die Initiatoren behaupten – nicht zum Verkauf bereit.

„Es ist nicht absehbar, ob, in welchem Zeitraum und zu welchen Konditionen ein Erwerb für das Areal an der Seefelder Straße überhaupt möglich ist“, wiederholt Kreiskämmerer Stefan Pilgram in einer gemeinsamen Stellungnahme von Landkreis und Gemeinde Herrsching, die in voller Länge auf der Internetseite der Gemeinde Herrsching (www.herrsching.de) unter dem Stichwort „Gymnasium“ nachzulesen ist. Eine vergleichende Eignungsprüfung Seefelder Straße/Mühlfeld sei aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht vorgesehen, heißt es darin. „Ein Standortwechsel würde Mehrkosten in Höhe von 10 bis 13 Millionen Euro bedeuten.“ Darum habe der Kreistag im Dezember den Standort Mühlfeld bestätigt.  

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