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Der Moment des Triumphes: Mit dem Abpfiff brach auf der Herrschinger Bank (ganz rechts Trainer Armin Herle) wie auf der Tribüne grenzenloser Jubel aus. Rund 100 Fans hatten die TSV-Mannschaft mit nach Mindelheim begleitet. 
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Handball

Handball-Hochburg Herrsching

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Es ist vollbracht: Die zweite Handball-Herrenmannschaft des TSV Herrsching spielt in der kommenden Saison in der Bezirksoberliga. Das Team von Trainer Armin Herle gewann am Sonntag auch das Relegations-Rückspiel beim TSV Mindelheim mit 31:27.

Herrsching– Das Handball-Herz im Landkreis schlägt in Herrsching. Das gab es noch nie, dass zwei Herrenteams eines Vereins in der Bezirksoberliga und in der Landesliga spielen. In der kommenden Saison ist es soweit. Die erste Mannschaft mischt in der Landesliga mit, die Zweite darf sich eine Klasse tiefer versuchen, nachdem sie sich in der Relegation gegen den TSV Mindelheim, der nun aus der Bezirksoberliga absteigen muss, durchgesetzt hat. Der TSV Herrsching baut damit seine Stellung als Handball-Hochburg im Westen von München weiter aus.

„Es war ein verdammt hartes Stück Arbeit, die Mindelheimer haben uns alles abgefordert. Wir mussten voll am Limit spielen“, sagte Trainer Armin Herle, nachdem seine Mannschaft mit 31:27 (15:10) als Sieger vom Parkett gegangen war und nach dem knappen Hinspielerfolg (29:27) den Aufstieg perfekt gemacht hatte. Der Coach wollte aber auch nicht verschweigen, dass die klare Leistungssteigerung gegenüber der ersten Partie mit personellen Veränderungen zu tun hatte. „Ohne die Verstärkungen aus der ersten Mannschaft hätte es wohl nicht gelangt“, gab Herle zu. Fünf Spieler aus dem Landesligakader (Niki Emmrich, Patrick Herz, Michael Zech, Sean Mackeldey, Stefan Bergmeister), die nach den Statuten des BHV spielberechtigt waren, weil sie ihr letztes Landesligaspiel vor mehr als vier Wochen bestritten hatten, sorgten für die nötige Stabilität.

Im Vergleich zum Hinspiel stand die Abwehr viel besser. „Das war der Schlüssel zum Erfolg, wir haben nicht wieder so dumme Tore kassiert“, sagte Herle. Nach 15 Minuten hatten die Herrschinger erst zwei Gegentreffer eingefangen. Einen Mammutanteil daran hatte im Mittelblock Niki Emmrich. Und in der Offensive tilgte vor allem Sean Mackeldey die noch vor einer Woche offenbarte Schwäche im linken Rückraum. Der Routinier erzielte vor rund 100 mitgereisen Herrschinger Fans sechs Tore aus dem Feld und drei von der Siebenmeterlinie. Ihm in nichts nach standen Aladin Huskic, der ebenfalls neunmal traf, und der fünffache Torschütze Patrick Herz. Herle konnte nur den Hut ziehen: „Patrick hat eine überragende Partie abgeliefert, und das, nachdem er drei Monate lang verletzt war.“ Mindestens genauso überragend war seiner Ansicht nach Florian Spindler. Der reine Reservespieler steuerte zwar nur zwei Treffer bei, war aber unverzichtbar für das Mannschaftsgefüge.

Aber eigentlich wollte Armin Herle keinen einzelnen Spieler hervorheben. Er dachte auch an die Akteure, die Leidtragende waren und diesmal zuschauen mussten, weil einige Protagonisten aus der ersten Mannschaft den Vorzug erhielten. „Der Teamgeist bei uns passt zu 100 Prozent. Keiner hat gemosert. Das macht den TSV Herrsching aus“, sagte Herle.

Auch Uli Sigl war glücklich über den Aufstieg. „Das bringt den Verein wieder einen Schritt weiter“, sagte der Abteilungsleiter. Und er nahm gleich mal Druck von seinem künftigen Bezirksoberligateam: „Was soll schon passieren, schlimmstenfalls steigen wir halt wieder ab.“ Doch solche Gedanken hatte am Sonntagabend niemand. Vielmehr wurde bereits im Bus kräftig gefeiert.

Torschützen: Huskic 9, Mackeldey 9/3, Herz 5/2, Spindler 2, Zech 2, Bergmeister 2, Schmidt 1, Sender 1/1

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