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Die Herrschinger Feuerwehr bekommt drei hauptamtliche Gerätewarte.

Freiwillige Feuerwehr

Herrsching erhält hauptamtliche Unterstützung

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Die Mannschaftsstärke der Freiwilligen Feuerwehr Herrsching ist tagsüber zu klein. Deswegen stimmt der Gemeinderat der Einstellung von drei hauptamtlichen Gerätewarten zu.

Herrsching – Wer hätte das gedacht? Herrschings Kommandant Daniel Pleyer am wenigsten. Umso erfreuter war er und bedankte sich entsprechend beim Gemeinderat, dass die beiden Freiwilligen Feuerwehren Herrsching und Breitbrunn bald durch drei hauptamtliche Gerätewarte unterstützt werden.

Herrsching ist nicht die erste Wehr im Landkreis, die hauptamtliche Unterstützung hat. Starnberg, Gauting und Tutzing haben es vorgemacht. Auch Gilching will nachziehen. Mit insgesamt 600 Einsätzen im Jahr, davon 200 reinen Feuerwehreinsätzen, sind die Herrschinger oben auf der Liste der vielbeschäftigten Wehren. Und mit einer Finanzhochschule, in der sich werktags 1200 Menschen befinden und nachts 800, sollte eine Feuerwehr entsprechend aufgestellt sein, findet Pleyer. Mit eindrucksvoller Unterstützung zahlreicher Aktiver trat er am Montag vor den Gemeinderat.

„Es gibt werktags ein Problem“, hatte Bürgermeister Christian Schiller dem Antrag seiner beiden Ortsfeuerwehren vorangestellt. Regelmäßig würde sowohl in Herrsching als auch in Breitbrunn die so genannte Mindestausstattung unterschritten. Im Klartext heißt das, dass zu wenige Aktive unter der Woche tagsüber zur Verfügung stehen. Auf ihre technische Ausstattung können Herrschinger und Breitbrunner dagegen stolz sein, zugleich habe dadurch aber auch der Wartungsaufwand zugenommen. Hauptamtliche Gerätewarte, die ausgebildete Feuerwehrleute sein müssen, könnten bei Einsätzen mitfahren und die Mannschaft bei den Wartungsarbeiten entlasten. „Wir sprechen nicht von einer Berufsfeuerwehr“, versicherte Pleyer. Es geht um drei Hauptamtliche, die übrige Mannschaft – 54 Aktive und 19 Jugendliche – bleibe ehrenamtlich.

Daniel Pleyer Herrschings Kommandant kriegt Unterstützung.

Die festangestellten Feuerwehrleute sollen auch für Breitbrunn von Nutzen sein, da die Wartung der Geräte aus dem Ortsteil in Herrsching erfolgt. Breitbrunns zweiter Kommandant Stefan Feigl war deshalb ebenfalls in der Sitzung, um den Antrag zu unterstreichen. Denn in Breitbrunn ist es nicht anders. Die meisten der 42 Aktiven (inklusive acht Jugendliche) sind tagsüber beruflich versprengt und nicht greifbar. „Ein leeres Feuerwehrauto ist nicht leistungsfähig“, betonte Pleyer. Drei Hauptamtliche würden in dem Fall schon die halbe erste Staffel (sechs Aktive) ausmachen, die innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort sein sollte. Innerhalb der nächsten fünf Minuten sollte eine zweite Staffel unterwegs sein. Bei einem kritischen Zimmerbrand im zweiten Stock eines Wohnhauses mit Person in Gefahr, „bräuchten wir sogar 16 Aktive“, rechnete Pleyer vor. Unterstützung von Nachbarwehren sei zwar immer möglich, aber die Anfahrt koste wertvolle Zeit. Außerdem seien auch die Nachbarwehren tagsüber nicht adäquat aufgestellt. „Und wenn ich eine dreifache Mutter habe, die mehr in der Atemschutzgeräte-Werkstatt steht als in der eigenen Küche, dann muss ich reagieren“, erklärte Pleyer.

Auch wenn der eine oder andere Gemeinderat noch das eine oder andere zu hinterfragen hatte, war die Zustimmung für drei hauptamtliche Gerätewarte am Ende einstimmig. Aufgrund einer noch ausstehenden Stellenbeschreibung werden die Stellen wohl frühestens ab Oktober besetzt werden können.

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