Großbrand in Oberau: Familie verliert ihre Wohnung

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Die Kinder werden im Heilpädagogischen Hort in Breitbrunn und in Starnberg in kleinen Gruppen mit neun bis maximal zehn Kindern betreut.

Lebenshilfe Starnberg

Aufgehoben und besonders gefördert

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Der Heilpädagogische Hort der Lebenshilfe Starnberg feiert 25.Jubiläum. Seit 2001 befindet sich die Einrichtung in Breitbrunn.

Breitbrunn – Nur elf Monate, nachdem der erste heilpädagogische Hort im Landkreis – damals in Tutzing – eröffnet wurde, übernahm Astrid Finger die Leitung. 24 Jahre liegt das zurück. Die Inningerin ist bis heute Chefin in der Einrichtung des Vereins Lebenshilfe. Seit 2001 braucht sie nicht mehr so weit fahren, seitdem nämlich befindet sich die Einrichtung in den Räumen der ehemaligen Dorfschule in Breitbrunn. Anfang Juni wird dort in der Schulstraße 15 das 25. Jubiläum gefeiert.

Nicht nur der Arbeitsweg ist für Astrid Finger seit 2001 kürzer, der Platz hat sich zudem verdoppelt. „Angefangen haben wir damals in einem Großraumbüro von Peter Maffay“, erzählt die Heilpädagogin. Damals hatte der Hort drei Gruppen und insgesamt fünf Mitarbeiter. Eine weitere Gruppe gibt es unterdessen in Starnberg. Treibende Kraft für den Ausbau der heilpädagogischen Horte war der Landkreis Starnberg. Der Bedarf für eine umfängliche pädagogische Betreuung und Förderung für Kinder mit so genannter seelischer Behinderung war vor 25 Jahren nur unzureichend gedeckt.

In Tutzing war es nicht nur eng. Es gab auch oft Beschwerden von den Nachbarn wegen Lärm. Die Einrichtung befand sich mitten in einem Wohngebiet. Als die Räumlichkeiten wegen Eigenbedarfs gekündigt wurden, wurden gleichzeitig Räume in Breitbrunn frei. In der alten Schule dort war bis zu ihrem Umzug nach Inning die Montessorischule Ammersee untergebracht. „Das war wie ein Segen“, freut sich Astrid Finger noch heute.

Auf nun mehr als 400 Quadratmeter inklusive kleiner Turnhalle im Keller gab und gibt es in Breitbrunn genügend Platz für die drei Gruppen mit aktuell 28 Kindern. Betreut werden sie von sechs Sozialpädagogen und Erziehern sowie dem Fachdienst (Psychologe und Heilpädagoge), medizinischen Therapeuten und Astrid Finger als „freigestellter Heilpädagogin“. Da es in Breitbrunn keinen direkten Wohnbereich gibt, Katholischer Hort und Kinderhaus sind gleich nebenan, mache dies die Arbeit auch sehr viel leichter.

„Der Einzugsbereich ist groß“, sagt Astrid Finger. Wenn die Plätze nicht aus dem Landkreis belegt sind, werden auch Kinder aus Nachbarlandkreisen aufgenommen. Gleichwohl empfiehlt der Verein Lebenshilfe den weiteren Ausbau so genannter Integrationsplätze. „Sorgen macht uns, dass der Landkreis die Verweildauer der Kinder in den Heilpädagogischen Horten häufig auf maximal zwei Jahre beschränkt, was für manche Kinder nicht ausreichend ist“, schreibt der Pädagogische Leiter der Lebenshilfe, Christian Münzel, im aktuellen Magazin des Vereins.

Wie dankbar die Kinder sind, beweisen Treffen von Ehemaligen und ihren Eltern. Zuletzt fand dies vor fünf Jahren statt. „Am meisten blieb den Ehemaligen die Ferienfreizeit in Erinnerung“, sagt Astrid Finger. Die gibt es bis heute. Alle Gruppen werden zu einer Großgruppe. Abseits von Hausaufgaben und Schulstress seien dieses Freizeiten natürlich ungleich entspannter und frei von Konflikten. Zum 25. Geburtstag sind Ehemalige und Eltern wieder eingeladen mitzufeiern: am Samstag, 9. Juni, ab 14 Uhr auf dem Bolzplatz an der Schulstraße. Dort findet nicht nur die schon traditionelle Gniztut-Zirkusvorstellung statt, sondern es wird auch gegrillt (Grillgut mitbringen!). Bei schlechtem Wetter wird ins Feuerwehrhaus ausgewichen. Um besser planen zu können, wird bis spätestens Freitag, 25. Mai, um Anmeldung gebeten unter z (0 81 52) 98 94 40 oder per E-Mail unter afinger@lhsta.de.

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