Blaulicht
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Die Gruppe ging der Polizei im Rahmen der Fahndung ins Netz.

Täter teils noch minderjährig

Er ließ sich fesseln und schlagen: Fragwürdiges „Spiel“ am Ammersee sorgt für Polizei-Einsatz

  • Katja Brenner
    vonKatja Brenner
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Eine Gruppe Jugendlicher hatte sich am Dienstagabend am Kiosk „Steg 1“ in Herrsching am Ammersee verabredet. Ihr fragwürdiges „Spiel“ dort führte zu einem Polizeieinsatz.

Herrsching – Der Notruf am späten Dienstagabend hatte es in sich: Eine männliche Person war von anderen im Bereich des Kiosk „Steg 1“ gefesselt worden, anschließend schlug die fünfköpfige Gruppe im Alter von 17 bis 26 Jahre auf ihn ein. Als die Polizei zum „Steg 1“ kam, waren die Beteiligten nicht mehr da, im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung ging der VW-Bus, in dem sie unterwegs waren, der Polizei jedoch ins Netz.

Fragwürdiges „Spiel“ am Ammersee: 21-Jähriger gefesselt und geschlagen - Täter teils noch minderjährig

Auf der Herrschinger Wache stellte sich heraus, dass sich die Gruppe aus Herrsching und dem Landkreis München am Kiosk verabredet hatte. Der Geschädigte, der anfänglich zustimmte, wurde im Rahmen eines „Spiels“ gefesselt und geschlagen. Da es ihm jedoch bald zu viel wurde, forderte er die Gruppe auf, ihn wieder freizulassen. „Die Täter kamen dieser Aufforderung jedoch nicht nach und malträtierten den Geschädigten weiterhin“, heißt es im Polizeibericht.

Bei fragwürdigem „Spiel“ am Ammersee: Jugendliche quälen 21-Jährigen - dann beklauen sie ihn

Als der 21-Jährige aus dem Raum München schließlich doch freigelassen worden war, stieg er gemeinsam mit den anderen Gruppenmitgliedern in das später durch die Polizei kontrollierte Fahrzeug. Warum er das tat, werde sich im Zuge der Nachermittlungen herausstellen, heißt es seitens der Polizei auf Merkur-Nachfrage. Weil einige der Beteiligten noch minderjährig sind, müssen bei den Befragungen die Eltern anwesend sein.

Da der Geschädigte bei der Polizei zudem angab, von der Gruppe im Auto bestohlen worden zu sein, erwartet diese nun ein Strafverfahren wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Diebstahl. Darüber hinaus wurden sie wie der geschädigte selbst nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt, da es sich um sechs Personen aus sechs verschiedenen Haushalten handelte.

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