Mit fremder EC-Karte abkassiert

Herrsching - Wegen Computerbetrug und Diebstahl war ein ehemaliges Pärchen angeklagt. Nachdem sie den Einspruch gegen den Strafbefehl zurückgezogen hatte, sah er sich alleine gegenüber dem Richter.

In einem Strafverfahren des Amtsgerichts Starnberg wegen „Computerbetruges und Diebstahls“ spielte auch eine gestohlene Lederjacke eine Rolle, denn eine der beiden Angeklagten, die im August 2011 die Jacke aus einer Münchner Diskothek entwendet hatte, ließ sich gar nicht blicken - sie hatte ihren Einspruch gegen den Strafbefehl von 130 Tagessätzen kurzfristig zurückgenommen. Ihr mitangeklagter Ex-Freund wiederum wusste gar nicht, wie ihm geschah, als er sich nun alleine als Beschuldigter äußern sollte.

„Ich habe von der ganzen Sache erst erfahren, als Post von der Staatsanwaltschaft in meinem Briefkasten war“, so der entgeisterte Student, der mittlerweile wieder in Trier wohnt. Zur Last gelegt worden waren ihm und seiner „Ex“ der Diebstahl einer Tasche samt der darin befindlichen Lederjacke, einer Geldbörse, 50 Euro Bargeld und EC-Karte. Die damals Bestohlene, eine inzwischen in Frankfurt lebende Kauffrau aus Pfaffenhofen, war extra als Zeugin angereist und bestätigte dem Gericht, was ihr seinerzeit abhanden gekommen war. Mit der EC-Karte hatte die Ex-Freundin des Studenten offenbar in Herrsching bei zwei „Versuchen“ Geld abgehoben (700 und 300 Euro). Mit Hilfe der Lederjacke war die Überwachungskamera im Schalterraum der Bank verhängt worden. Von derlei Taten distanzierte sich der Trierer in aller Form: In der fraglichen Nacht habe seine Freundin ihm zwar erzählt, dass sie eine Lederjacke „gefunden“ habe, doch sei es danach zu einem Eifersuchtsstreit gekommen, so dass man auf getrennten Wegen und zu verschiedenen Zeitpunkten nach Herrsching gefahren sei. „Ich bin davon ausgegangen, dass sie die Jacke zurückgebracht hat“, so der 27-Jährige. Vom weiteren Geschehen, bis man sich in der Wohnung wieder sah, wisse er nichts. Dort hatte sich das Paar jedoch so laut gestritten, dass die Polizei gerufen wurde und indirekt auch die Straftaten aufflogen. Eine Beteiligung des Studenten an Diebstahl und Computerbetrug - er hatte eine Vorstrafe wegen Körperverletzung an seiner „Ex“- war kaum nachzuweisen, so dass das Verfahren unter Auflagen eingestellt wurde.

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