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Die Einweihung des Erweiterungsbau 2013 mit dem damalige Finanzminister Dr. Markus Söder

Finanzhochschule

Von Komplettumzug kalt erwischt

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Kaum ist der Komplettabzug der Finanzhochschule aus Herrsching bekannt, gibt es schon Idee für die zukünftige Nutzung.

Herrsching – Zwangsversetzungen werde es nicht geben, versichert das Bayerische Staatsministerium der Finanzen. Der Zeitplan für den Umzug der Finanzhochschule von Herrsching nach Kronach (wir berichteten) ist auf zehn Jahre ausgelegt. Darum war ihr Leiter, Präsident Dr. Wernher Braun, entspannt, als auch er am Mittwoch von der Nachricht überrascht wurde. Im laufenden Kommunalwahlkampf ist es aber keine Frage, dass auf die Umzugspläne von Ministerpräsident Dr. Markus Söder Reaktionen folgen.

SPD-Landratskandidatin Christiane Kern und Herrschings SPD-Bürgermeisterkandidat Matti Müller bedauern die Pläne der bayerischen Staatsregierung. „Es ist ungemein wichtig, dass die 470 Zimmer des Wohnheims, die bisher für die Studenten zur Verfügung gestanden haben, bestehen bleiben“, sagt Christiane Kern. „Wir brauchen dringend kleine, bezahlbare Wohnungen. In Herrsching werden mit dem Abzug der Studenten zahlreiche davon frei – die einzig gute Nachricht für die Region in diesem Zusammenhang.“

Ein Teil könne als Jugendherberge genutzt werden, schlagen die SPD-Kandidaten vor. Für die neue

n Projekte werde ein Zeitraum bis 2030 angestrebt, versichert ein Sprecher des Finanzministeriums. „Die Frage nach einer angemessenen Nachnutzung der Immobilie in Herrsching stellt sich deswegen erst mittel- oder langfristig und wird von den zuständigen Behörden zu gegebener Zeit entschieden werden.“

Überrascht von der Nachricht des Komplettabzugs wurde auch Grünen-Landtagsabgeordnete Anne Franke aus Gauting. Erst im September sei ihr nach einer schriftlichen Anfrage versichert worden, dass lediglich die Verlegung von 200 Studierenden nach Kronach beabsichtigt werde. „Es darf nicht sein, dass ein solch maßgeblicher Schritt alle Beteiligten kalt erwischt“, kritisiert Anne Franke. „Erst 2013 wurde viel Geld in die Errichtung von Wohngebäuden für die Studierenden gesteckt – diese Gebäude dürfen nun keinesfalls ungenutzt bleiben.“ Sie fordert sofortige Gespräche mit allen Beteiligten und die Ausarbeitung eines Konzepts für die Zeit nach der endgültigen Verlegung.  

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