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Die Ostansicht des geplanten Neubaus an der Heinestraße. Im Entwurf ist deutlich das nach rechts abfallende Geländeniveau zu erkennen. 

Gewerbegebiet Herrsching

Vorfreude auf grünen Campus

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Der erste Bauantrag für einen Asto-Neubau in Herrsching auf einer freien Fläche des Heine-Geländes nordöstlich neben dem Bestand ist ohne Gegenstimme abgesegnet worden.

Herrsching – Nicht nur Bürgermeister Christian Schiller freute sich in der Bauausschusssitzung am Montag über die Asto-Pläne auf dem Heine-Gelände. „Das begrüßen wir natürlich sehr.“ Wie berichtet, haben die Gilchinger Gewerbeentwickler die komplette Fläche von Heine Opto Technik im Herrschinger Gewerbegebiet gekauft.

Der Neubau ist nur der erste Teil eines Gewerbecampus, den Asto an der Heinestraße entstehen lassen will. In weiteren Schritten, so Schiller, sei nach dem Umzug von Heine Opto Technik Richtung Gilching der Umbau der Bestandsgebäude vorgesehen. Dies alles ist eingepackt in ein „grünes Konzept“, erklärte Dr. Bernd Schulte-Middelich, nachdem er von Gertraud Köhl (Grüne) auf ausreichend Parkmöglichkeiten – möglicherweise am Wochenende sogar öffentlich nutzbar – angesprochen worden war. Diese Hoffnung war aufgekeimt, nachdem im Sommer, als die Pläne das erste Mal nichtöffentlich präsentiert wurden, von einem Parkhaus die Rede war. Um genügend Grün im grünen Konzept umsetzen zu können und auch den Wünschen potenzieller Nutzer gerecht zu werden, haben sich die Projektentwickler nun für eine Tiefgarage mit 73 Parkplätzen entschieden. Schulte-Middelich bedauerte, dass diese Stellplätze, die für die Gewerbeeinheiten nachgewiesen werden müssen, gesetzlich nicht zweckentfremdet werden dürften. Zum anderen gäbe es aber auch ein Haftungsproblem. Gerne würde er dem Wunsch sonst gerecht werden, „bei der Rechtslage ist dies aber schwierig“.

An den Plänen für den eigentlichen Neubau hatten die Räte nichts auszusetzen. Immerhin sollen im Campus mit Neubau und Bestand am Ende 450 bis 500 Arbeitsplätze entstehen. „Das ist viel mehr als bisher“, freute sich Schiller. Denn Heine beschäftigt auf den aktuell vier Standorten in Herrsching 350 Mitarbeiter. Der Neubau, der sich nun den Heine-Bestand im Gewerbegebiet anfügen soll, ist ähnlich hoch und lang wie das Gebäude daneben. Geplant ist ein dreigeschossiges Büro- und Produktionsgebäude auf einer Länge von 64 Metern und 36 Meter breit mit begrünten Dächern. Umgesetzt wird das Vorhaben über einen zweigeteilten vorhabenbezogenen Bebauungsplan – Neubau und Bestand – zwischen Arzberger, Gewerbe- und Heinestraße, der ebenfalls am Montag auf den Weg gebracht wurde. Der gesamte Campus sieht einen Pkw-freien Innenbereich vor, mit öffentlichen Platz und Grünzügen sowie so genannten Asto-Gärten.

Johannes Puntsch (FDP), der die Gesamtplanung zwar begrüßte, machte aber auf eine aus seiner Sicht „Ungleichbehandlung“ aufmerksam, nämlich die Regelung, links der Gewerbestraße nur Einzelhandel und rechts nur produzierendes Gewerbe zuzulassen. Schon mehrfach hatte er gefordert, dass es möglich sein müsste, „auch rechts a Wurscht zu bekommen“. Das aber für die anderen Räte kein Thema. Das Baurecht für Flächenbesitzer im Umfeld der Asto-Planung zu überprüfen, allerdings schon. Dazu zählen auch die CSU-Gemeinderäte Ludwig Darchinger (Malerbetrieb) und Roland Lübeck (Sanitär- und Heizungstechnik). Denn nachdem die Asto Besitz- und Immobilien GmbH die Baugrenze überschreiten und auch in der Höhe wie schon das Bestandsgebäude von Heine elf Meter messen darf, sollen die Nachbarn das gleiche Recht erhalten. Der gesamte Bebauungsplan Gewerbegebiet wird deshalb auch im übrigen Bereich entsprechend geändert.

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