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in den letzten Zügen: Ab September wird in den neuen Klassenräumen unterrichtet.

Christian-Morgenstern-Volksschule

Die Schüler können kommen

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Der Anbau der Christian-Morgenstern-Volksschule ist fast fertig. Pünktlich zum Schuljahresbeginn wird in den neuen Klassenräumen unterrichtet.

Herrsching – Die Klinker-Fassade ist fast fertig, der Industrieboden verlegt – es sieht schon recht heimelig aus in dem Anbau der Christian-Morgenstern-Schule in Herrsching. In drei Wochen soll in den sieben neuen Klassenzimmern der erste Unterricht stattfinden. Zum Teil allerdings ohne Türen. Der Lieferant wird nicht rechtzeitig mit der Produktion fertig.

„Das ist das einzige Problem gewesen“, erklärt Bauamtsleiter Guido Finster. Die Gemeinde habe zum Teil keine Angebote erhalten. Die Türen seien sogar mehrmals ausgeschrieben worden. Das sei die Krux bei öffentlichen Ausschreibungen, sagt Bürgermeister Christian Schiller. Es gebe zu viele Aufträge, als dass sich die Handwerksbetriebe auch noch mit den seitenlangen Ausschreibungsformalitäten herumschlagen wollten. „Das ist zu aufwändig.“ So ist Schiller froh, dass überhaupt Türen geliefert werden. Dass ein paar erst nach Schulbeginn eingebaut werden können, müssen er und die Schulleitung in Kauf nehmen. Ansonsten läuft im und am Neubau alles nach Plan.

Im Februar vergangenen Jahres war die Baustelle eingerichtet worden, kurz darauf konnte mit dem Bau begonnen werden. Wenngleich Entwässerungsprobleme kurzzeitig eine alternative Lösung erforderten, die auch gefunden werden konnte, ohne die einzig verbleibende Erweiterungsfläche mit einer Sickergrube zu verbauen. Entstanden ist nun ein dreigeschossiger Neubau mit nutzbarem Untergeschoss. Dies wird durch einen Lichtschacht möglich. Insgesamt verfügt die Schule ab dem neuen Schuljahr über sieben neue Klassenzimmer mit so genannten Whiteboards, ein modernes Tafelsystem mit vielerlei technischen Möglichkeiten. Darüber hinaus gibt es zwei Computerräume mit 50 PC und zwei Mehrzweck- beziehungsweise Verbindungsräume.

Aktuell ist es recht warm in den über eine Fußbodenheizung beheizten Räumen, „Der Boden muss trocknen“, erklärt Gerlinde Wordas den Umstand, dass die Heizung in den Sommerferien überhaupt aufgedreht wird. Das ansonsten auf modernsten energetischen Standard ausgerichtete Haus strahlt eine angenehme Lernatmosphäre aus, auch wenn der Boden dieser Tage noch ein bisschen staubig ist und die technischen Kabel noch nicht von Schränken verdeckt sind. Darüber hinaus „freuen“ sich die Bauarbeiter über rund 70 Gäste aus aller Welt, die zurzeit im alten Schultrakt in den Klassenzimmern kampieren. Es sind Teilnehmer einer Schülerbegegnung von CISV, ist eine der weltweit größten Non-Profit-Organisationen für internationale Begegnungen für Schüler in verschiedenen Altersklassen. In Herrsching fanden bereits Camps in der Realschule statt, auch in der Montessorischule Inning war CISV schon zu Gast (wir berichteten). Aktuell - in der Christian-Morgenstern-Schule und mit den laufenden Bauarbeiten - sei dies nicht ganz konfliktfrei, gesteht der Bürgermeister. Aber es funktioniere irgendwie. Zwei Wochen sind die Gäste noch da, drei Wochen die Arbeiter.

Die Kostenschätzung von 2,8 Millionen Euro für den Anbau wird wohl überschritten, was auch der anhaltenden Baukonjunktur geschuldet sei. Einige Gewerke hätten sich verteuert, so Finster. „Wir werden wohl bei knapp über 3 Millionen Euro landen.“ Mit dieser Baumaßnahme, und das freut Schiller, kann Herrsching sich zudem an die Spitze der angestrebten Digitalisierung der Schulen im Landkreis schieben. Rund 350 000 Euro habe sich die Gemeinde dies schon kosten lassen.

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