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Das neue Vorstandsteam: Schriftführer Florian Kleber, Vorsitzende Fromuth Heene, Stellvertreterin Christina Reich und Kassier Oliver Fendt (v.l.). Roland Lübeck hatte sich in Abwesenheit zum Vize wählen lassen.

CSU Herrsching

In Startlöchern für anstehende Wahlkämpfe

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CSU Herrsching bestätigt Fromuth Heene in seiner jüngsten Mitgliederversammlung im Amt der Vorsitzenden.

Herrsching – Voller Elan will sich der neu gewählte Vorstand der CSU Herrsching in ein „aufregendes politisches Jahr“ stürzen. So formulierte es die wiedergewählte Vorsitzende, Fromuth Heene. Neben der Europawahl geht es vor allem auch um die Kommunalwahl. Bei der Hauptversammlung im Andechser Hof klang es wie eine Forderung, diesmal einen Bürgermeisterkandiaten zu stellen. 2014 stand der parteilose Bürgermeister Christian Schiller nämlich ohne Gegenkandidaten da. Das soll sich offenbar nicht wiederholen. „Es sind Namen im Raum, aber noch keiner, auf den wir uns festlegen könnten“, antwortete Fromuth Heene auf eine Frage von Angelika Pflüger. In der konstituierenden Sitzung des neuen Vorstands werde dieses Thema in Angriff genommen, versprach sie. 

Fromuth Heene, die vor zwei Jahren unerwartet den Vorsitz übernommen hatte, nachdem Bernhard Kögl das Amt aus beruflichen Gründen abgab, ist an der neuen Aufgabe sichtlich gewachsen. Zugleich ist sie Vorsitzende der Frauenunion. Die Netzwerkerin hat sich insbesondere mit ihren stets prominent besetzten Informationsveranstaltungen einen Namen gemacht. Dafür erhielt sie auch am Mittwoch viel Lob von den 35 anwesenden Mitgliedern.

Es gab nur eine Ausnahme, die zu erwarten war: Gerhard Knülle. Allerdings richtete sich seine Kritik explizit und ausschließlich gegen die nichtöffentliche Mitgliederversammlung, bei der es um das Bürgerbegehren gegen den Standort des Gymnasiums ging (wir berichteten). Knülle als Mitinitiator des Bürgerbegehrens schimpfte sie unausgewogen. Fromuth Heene ließ dies nicht gelten, „in den fünf Stunden kam wirklich jeder zu Wort“. Der Zwischenruf eines Anwesenden, „den Sch...“ doch endlich zu vergessen, bestätigte, was sich die Vorsitzende und auch Dritte Bürgermeisterin Christina Reich in der Vorbereitung ihrer Beiträge vermutlich gedacht hatten und das Thema aussparten. Es fand am Mittwoch danach auch keine weitere Erwähnung.

Und doch hakte Knülle in einer anderen Sache nach, die im weitesten Sinne wohl mit dem Begehren zu tun hat. Es ging um Gemeinderat Willi Welte, der zusammen mit Knülle das Bürgerbegehren initiiert hatte. Welte war Fraktionssprecher und wurde, wie berichtet, von seinen Fraktionskollegen als solcher abgewählt, weil er als Initiator des Bürgerbegehrens nicht im Sinne der Fraktion sprechen konnte, die mehrheitlich hinter dem Vorhaben Gymnasium in Mühlfeld steht. Baureferent im Gemeinderat ist Welte gleichwohl weiterhin. Christina Reich musste Knülle deshalb deutlich widersprechen, als dieser verärgert nachfragte, warum die Fraktion Welte aus diesem Amt gewählt habe. „Dann bin ich wohl falsch informiert“, räumte Knülle knapp ein. Sein Mitstreiter Welte, der an dieser Versammlung teilnahm, hörte zwar zu und sagte nichts.

Angesprochen wurde stattdessen aber das Durchschnittsalter der 114 Mitglieder. 21 davon mehr als 80 Jahre alt. Der neue Kassier Oliver Fendt appellierte an alle, Nachwuchswerbung nicht allein dem Vorstand zu überantworten. „Wir müssen junge Leute begeistern, dafür brauchen wir auch die Mitglieder.“

Fendt wechselte am Mittwoch vom Amt des Schriftführers in das des Kassiers. Neuer Schriftführer ist Florian Kleber, vielen besser als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Breitbrunn bekannt. Als direkte Stellvertreter wurden die Gemeinderäte Christina Reich und Roland Lübeck bestätigt. Als Beisitzer wurden gewählt: Gemeinderätin Hannelore Doch, Robert Brack, Hubertus Höck, Dr. Tanja Kodisch-Kraft, Bernhard Kögl, Florian Oberhofer, Robert Minkoff und Angelika Pflüger.

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