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Daumen hoch: Wahlleiter Rainer Jürgens (v.l.) aus Landsberg, Roland Lübeck, Fromuth Heene, Christina Reich und Altbürgermeister Adolf Wexlberger. 

Kommunalwahl in Herrsching

CSU setzt auf Fromuth Heene

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Mit 35 von 43 Stimmen nominierte die Herrschinger CSU Fromuth Heene zur Bürgermeisterkandidatin. Damit wird sie bei der Kommunalwahl gegen den amtierenden Bürgermeister Christian Schiller antreten. 

Herrsching – Nun ist es offiziell: Der CSU-Ortsverband Herrsching hat die Kandidatur seiner Vorsitzenden als Bürgermeisterin am Donnerstag bestätigt. 35 von 43 CSU-Mitgliedern nominierten Fromuth Heene zur Bürgermeisterkandidatin. Weitere Bewerber gab es nicht.

Robert Brack war es, der im Namen des Vorstands Fromuth Heene vorschlug. Er war selbst vor zwölf Jahren angetreten. Damals hatte es vier Kandidaten gegeben. Diesmal gibt es mit dem aktuellen Bürgermeister Christian Schiller und der CSU-Vorsitzenden bislang zwei.

Robert Brack würdigt das ehrenamtliche Engagement von Fromuth Heene

Brack gehört dem erweiterten Vorstand des Ortsverbandes zwar noch an, hat der Kommunalpolitik ansonsten abgesagt. Seiner Parteifreundin wünschte er mehr Glück, er selbst war 2008 in der Stichwahl knapp gegen Schiller unterlegen. Ihm fielen eine ganze Reihe guter Eigenschaften ein, die Fromuth Heene auszeichneten: ausgleichend, vermittelnd, fair und vor allem durchsetzungsstark. „Ich kenne auch keine ehrenamtlich Tätige, die so fleißig ist“, sagte Brack.

Die Mehrzahl der Besucher sah das genauso. Ein einsamer Kritiker fand sich einmal mehr in der Person von Gerhard Knülle. Er bestand auf eine Aussprache, die nicht vorgesehen war. Offenbar nur, um ihren Ehrgeiz in Frage zu stellen, bevor sie überhaupt in den Wahlkampf starten konnte. Aber Fromuth Heene ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass das Rathaus ihr Ziel ist: „Politik ist meine Leidenschaft. Ich möchte mich einbringen. Ich glaube, als Bürgermeisterin kann ich Herrsching am besten dienen.“ Der Unterstützung ihrer Familie kann sie gewiss sein. Ehemann Andreas Heene und die beiden erwachsenen Kinder unterstützten die CSU-Bewerberin auch bei der Versammlung im Andechser Hof.

Fromuth Heene setzt Schwerpunkte bei Wohnraum und Bürgerbeteiligung

Die 56-Jährige aus Breitbrunn hat ihre Schwerpunkte gesetzt: bauliches Gesamtkonzept, bezahlbarer Wohnraum, Bürgerbeteiligung, größere Kostenkontrolle bei Bauvorhaben, soziale Projekte, Baumschutz, Wirtschaft und Transparenz – das sind Bereiche, in denen sie offenkundig Änderungsbedarf erkennt. Und sie versprach nach ihrer Nominierung, dass sie darum kämpfen wolle, dass diejenigen, die sie nicht als Kandidatin wollten, „dann auch irgendwann ja sagen“.  

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