Wolkentürme über Freizeitpark
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Der Freizeitpark steht heuer nicht auf dem Ferienprogramm, weil Busfahrten nicht möglich sind.

Sommerspaß

Ferienprogramm ohne Busausflüge

  • vonAndrea Gräpel
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In der Gemeinde Herrsching wird es trotz Corona ein eingeschränktes Ferienprogramm geben.

Herrsching– Nicht nur Wolfgang Schneider ist der Meinung, dass gerade in Zeiten, in denen Reisemöglichkeiten eingeschränkt sind, Kindern in den Ferien etwas geboten sein sollte. Der langjährige Chef-Planer für Herrschings Vorzeige-Ferienprogramm ist zuversichtlich, auch heuer etwas auf die Beine stellen zu können. „Die Busfahrten zum Skyline-Park zum Beispiel fallen weg“, sagt er. Aber für Veranstaltungen, die draußen stattfinden und in kleineren Gruppen bis maximal zehn Teilnehmer, sieht der 68-Jährige kein Problem. „25 Angebote werden wir schon noch zusammenbekommen.“

Seit 2002 ist Schneider für das Ferienprogramm der Gemeinde verantwortlich. Seitdem sitzt er für die SPD im Gemeinderat, nun auch wieder als Dritter Bürgermeister. Schneider hat für Herrsching als eine der ersten Gemeinden eine Anmeldung übers Internet eingeführt. Eine Riesenerleichterung für den Organisator, seine Helfer und Eltern, die sich vorher am Anmeldetag in langen Schlangen anstellen mussten. Der Vorteil der Online-Anmeldung ist für Schneider, dass er auf einen Blick sehen kann, was ausgebucht ist und was nicht. Ganz abgesehen davon, dass er seinen Ratskollgen am Ende der Ferien immer eine anschauliche Präsentation mit vielen Statistiken auswerfen kann.

35 000 Euro wollte die Gemeinde Herrsching auch in diesem Jahr zuschießen, denn die Teilnahme kostet pro Angebot nie mehr als 4 Euro (wenigstens 1 Euro), damit es sich jedes Kind leisten kann. Deshalb unterstützt der Gemeinderat das Ferienprogramm großzügig. Alles soll erschwinglich sein – ganz egal, ob es ein Malkurs ist oder der beliebte Ausflug zum Skyline-Park, zu dem im vergangenen Jahr 120 und beim zweiten Mal 60 Kinder mit dabei waren. Dieser Ausflug muss heuer gestrichen werden, im Bus können Abstandsregeln schlecht eingehalten werden beziehungsweise wird die Fahrt zu teuer, wenn er nur zu einem Drittel besetzt ist. Schneider hatte bei der Diskussion um diesen Haushaltsansatz deshalb gleich gesagt, dass er die übliche Summe nicht braucht, wenn all die Busausflüge flach fallen. Und auch das gedruckte Programmheft wird in diesem Jahr eingespart, für das immerhin 1500 Euro fällig würden. 15 000 Euro bleiben Schneider aber. „Damit kann ich schon etwas anfangen“, freut er sich.

Statt rund 80 Angebote wie im Vorjahr wird es heuer also nur etwa 25 geben, und keine Veranstaltungen zweimal am Tag. „Deswegen sind die Angebote nicht weniger attraktiv“, findet Schneider, der alle kennt, da er schon immer bei den meisten als Betreuer persönlich dabei ist. Sicher sei „Skateboard fahren“, ein Malkurs oder auch die Angebote des Bund Naturschutz in der freien Natur. „Vielleicht auch Bogenschießen“, hofft Schneider.

Der Chef-Planer ist bereits fleißig dabei, das Ferienprogramm zusammenzustellen. „Am 18. Juli steht es online“, verspricht er. Das Datum sollten sich Eltern vormerken, denn im vergangenen Jahr zählte er 898 von 1307 Anmeldungen zwischen 10 Uhr und Mitternacht des ersten Tages, an dem das Programm freigeschaltet war.

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