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Die Grünen hatten sich im Andechser Hof eingebucht, um ihre Liste für die Kommunalwahl 2020 festzuzurren. Die 24 Kandidaten waren nach zweieinhalb Stunden gewählt. 

Kommunalwahl 2020

Überraschungen auf vorderen Plätzen

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Nach zweieinhalb Stunden war es vollbracht, 24 Kandidaten der Grünen für die Kommunalwahl 2020 in Herrsching sind nominiert.

Herrsching Nach zweieinhalb Stunden war es vollbracht, 24 Kandidaten der Grünen für die Kommunalwahl 2020 in Herrsching sind nominiert. Bei den Grünen geschieht dies auf den vorderen Plätzen per Einzelwahl. „Das dauert, aber das ist Demokratie“, meinte Ruth Paulig. Die Grünen-Pionierin aus Breitbrunn und ehemalige Landtagsabgeordnete, die die Wahlleitung übernahm, mag sich bei der Aufstellungsversammlung am Dienstag zu-rückerinnert haben und freute sich über das Heute. Vorbei die Zeiten, in denen nur eine Handvoll Menschen lebhaft über Umweltthemen diskutierte. „Großartig“ fand auch Willi Meyerhöfer, der mit Rita Mulert dem Ortsverband vorsitzt, dass für Herrsching in jüngster Zeit gleich sieben Neuzugänge verzeichnet werden konnten. Das macht aktuell 37 Mitglieder. Und es werden mehr, will man den Worten der vielen Interessierten glauben, die das König-Ludwig-Zimmer füllten. Einige von ihnen ließen sich gleich aufstellen, so wie Felix Maizet.

„Deutlich mehr“ als die aktuell vier Vertreter im Gemeinderat ist das erklärte Ziel für 2020. Anke Rasmussen, Gertraud Köhl, Rita Mulert und Hans-Jürgen Böckelmann – das sind die aktuellen Mandatsträger. Sie kandidieren wieder mit Ausnahme von Rita Mulert, die stattdessen ihren Mann Gerd ins Rennen schickt. Platz eins für Herrsching übernimmt – dem Frauenstatut entsprechend – mit Anke Rasmussen eine Frau. Auf Platz zwei folgt Christoph Welsch. Der Breitbrunner Architekt ist als Kirchenpfleger der Pfarreiengemeinschaft bekannt. Aufstellen ließ sich auch Gertraud Köhl wieder. Die Schwester von Ruth Paulig hat Gefallen gefunden an dem Job im Rathaus, der ihr anfangs nicht behagt habe. Platz fünf belegt Hans-Jürgen Böckelmann.

Mit Schreinermeister Wolfgang Darchinger und dem 19-jährigen Valentin Schiller folgten gleich zwei Überraschungen. „Ja, ich komme aus einer schwarzen Familie, aber in mir steckt ein Grüner“, erklärte Darchinger, nachdem er auf die politische Gesinnung seiner alteingesessenen Herrschinger Familie angesprochen worden war. Auch Valentin Schiller, Sohn von Bürgermeister Christian Schiller, ereilte eine ähnliche Frage. Schiller-Junior antwortete schlagfertig: „Bei uns zu Hause trennen wir alle den Müll.“ Darchinger wurde schließlich auf Platz 6 und Schiller auf Platz 8 gewählt. Dazwischen findet im vorgegebenen Wechsel von Frau und Mann die Übersetzerin und Ethnologin Johanna Neubauer-da Luz einen Platz, die aus der Herrschinger Flüchtlingsarbeit nicht mehr wegzudenken ist. Mit Birgit Geurden auf Platz 9 endeten die Einzelwahlgänge. Die hinteren Plätze wurden en bloc, aber nicht weniger zweitaufwändig gewählt. Mit zweieinhalb Stunden für 24 Plätze lag der Ortsverband verglichen zum Kreisverband im Rahmen. Dieser hatte etwa fünf Stunden getagt (wir berichteten), um 60 Plätze zu besetzen.  

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