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Martin Ruhland mit Schulleiterin Rita Menzel-Stuck. 

Realschule Herrsching

Der gute Geist des Hauses

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Seit 25 Jahren ist Martin Ruhland Hausmeister der Staatlichen Realschule Herrsching. Die Schulleiterin hat ihn dafür ausgezeichnet. 

Herrsching – Seine unaufgeregte Art, seine Hilfsbereitschaft, seine Freundlichkeit – und dann erst dieses Brot mit Tomate und Mozzarella. Daniel Ruhland dürfte bei vielen Schülern der Staatlichen Realschule Herrsching zu den beliebtesten Mitarbeitern gehören. Seit 25 Jahren ist er dort Hausmeister. Mehr noch: „Er ist der gute Geist des Hauses“, sagt Schulleiterin Rita Menzel-Stuck. Gestern hat sie Ruhland zum Jubiläum ausgezeichnet.

Für Ruhland und die Schule war die Entscheidung vor einem Vierteljahrhundert ein Glücksfall. Menzel-Stuck lobt ihren Mitarbeiter für dessen großes Engagement, Umsicht und Verantwortung. Und Ruhland selbst hätte sich die ganzen zurückliegenden Jahre keine bessere Aufgabe vorstellen können. „Mit den Schülern und den jungen Leuten zusammenzusein, ist einfach schön“, sagt der 61-Jährige.

Ende der 1980er Jahre war der gelernte Schreiner als Spätaussiedler aus Siebenbürgern zunächst in die Oberpfalz gekommen. Durch seinen Schwiegervater Martin Linder kam der Kontakt nach Herrsching zustande. Linder vertrat den damaligen Hausmeister Georg Ruile – und als dieser in Ruhestand ging, trat Ruhland am 24. Oktober 1994 seine neue Aufgabe am Ammersee an. 456 Schüler besuchten damals die Realschule, mittlerweile sind es 1004.

Fortan kümmerte sich Ruhland um alles, was erledigt werden musste: Glühbirnen wechseln, Stühle reparieren, Rasen mähen, Schnee schaufeln, Drucker wieder in Gang bringen, Lieferanten empfangen, Bestellungen aufgeben und, wenn es erforderlich ist, auch mal Schüler trösten. Darüber hinaus betreibt er zusammen mit seiner Frau Regina den Schulkiosk. Putenschnitzel und Pizza bekommen sie geliefert, das meiste andere machen sie selbst, vor allem die wahnsinnig beliebten Tomate-Mozzarella-Brote. Anfang des Jahres hat eine schwere Krankheit Ruhland außer Gefecht gesetzt. Fünf Monate lang war an Arbeit nicht zu denken. Mittlerweile ist er zum Glück für alle wieder da, auch wenn er etwas kürzer tritt und nur noch die weniger stressige Schicht von 14 bis 22 Uhr übernimmt.

An was er sich besonders erinnert? „Das Konzert von Max Giesinger“, sagt Martin Ruhland sofort. Das beste daran: Als der Sänger im Herbst 2016 ein Pausenhof-Konzert für die Schule gab, konnte sich Ruhland entspannt zurücklehnen: „Das war schön organisiert.“

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