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Die Strecke zwischen Herrsching und Erling ist für Radfahrer nicht nur wegen der Steigung anstrengend, sondern vor allem wegen des Verkehrs.

Gemeinderat beauftragt Verwaltung mit Grundstücksverhandlungen - Aber Verzögerungen Richtung Breitbrunn

Hoffnung für Radler von Herrsching Richtung Erling

  • VonAndrea Gräpel
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Die Herrschinger Verwaltung soll Grundstücksverhandlungen aufnehmen, um eine Radverbindung Richtung Erling zu ermöglichen. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Dafür wird es bei der Verbindung nach Breitbrunn Verzögerungen geben.

Breitbrunn/Herrsching – Es war nicht anders zu erwarten: Das Staatliche Bauamt Weilheim wird angesichts anderer großer Projekte nicht so schnell mit einem Planfeststellungsverfahren für einen Radweg zwischen Breitbrunn und Herrsching starten. In den nächsten zwei Jahren sollte niemand damit rechnen, berichtete Herrschings Bauamtsleiter Guido Finster in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Wie berichtet, hatte das Gremium im März beschlossen, zumindest den Teilabschnitt zwischen Winkelweg und Sportplatz in Breitbrunn in kommunaler Sonderbaulast selbst zu realisieren. Möglich seien maximal 80 Prozent Förderung, realistisch jedoch 65 bis 70 Prozent der „zuwendungsfähigen Kosten“, sagte Finster. In der jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat deshalb, auf Grundlage der Pläne des Ingenieurbüros Benjamin Neudert einen Förderantrag einzureichen.

Die erforderlichen Grundabtretungen seien ihm zugesichert worden, sagte Bürgermeister Christian Schiller – sowohl am Winkelweg als auch entlang der Staatsstraße. Die konkreten Verhandlungen sollen nun aufgenommen werden. Der Fuß- und Radweg soll bekanntlich von der nördlichen Seite am Winkelweg über eine Verkehrsinsel auf die östliche Seite der Staatsstraße bis zum Sportplatz geführt werden.

Zwar habe das Staatliche Bauamt zunächst eine Variante mit einer Verkehrsinsel südlich des Winkelweges favorisiert, dies habe sich aber als unrealistisch herausgestellt, berichtete Neudert in der Sitzung. Darum bleibe es bei der vom ihm schon im März vorgelegten Führung.

Entlang derselben Staatsstraße wünscht sich die Gemeinde noch einen weiteren Radweg. Die Verbindung zwischen dem Andechser Ortsteil Erling und Herrsching soll ebenfalls ausgebaut werden. Die Andechser hoffen, dass Herrsching auf den Zug mit aufspringt. Da die ansteigende Straße hoch nach Erling häufig von Radfahrern in beide Richtungen benutzt wird und Herrsching ohnehin um den Ausbau von Radwegeverbindungen bemüht ist, gab es im Gemeinderat keinen Einwand. Die Verwaltung soll auch in diesem Bereich entsprechende Grundstücksverhandlungen aufnehmen. Allerdings räumte Schiller ein: „Auch hier gibt es eine interessante Eigentumsgemengelage.“ Womit er auf schwierige Verhandlungen hinwies.

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