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Viele Besucher: Jens Waltermann freute sich über Besucher auch aus den umliegenden Gemeinden im Einzugsbereich der Herrschinger Schule gekommen.

Gymnasium Herrsching

Zahlen, Daten, Fakten

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Viele Eltern bei gut besuchter Informationsveranstaltung der Fördervereins zweites Gymnasium im westlichen Landkreis in Herrsching.

Herrsching – Es waren viele Eltern der Einladung des Fördervereins Gymnasium Herrsching gefolgt, der im Andechser Hof zu einer Informationsveranstaltung eingeladen hatte. Die Besucher kamen nicht nur aus Herrsching, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden, die im Einzugsbereich der künftigen Schule liegen. Sie waren neugierig, wie weit es mit den Plänen ist, wollten wissen, wie bald ihre Kinder die Schule besuchen werden können.

Vorsitzender Jens Waltermann und seine Stellvertreterin Dr. Sonja Sulzmaier hatten zu diesem Termin eingeladen, nachdem ein zweites Bürgerbegehren gegen den Standort Mühlfeld zu erwarten war. Getrieben von der Sorge, dass es zulässig sei und die frühzeitige Bürgerbeteiligung im Bebauungsplanverfahren verzögern könnte. Aber auch das zweite Bürgerbegehren wurde vom Gemeinderat für unzulässig erklärt (wir berichteten). Genau wie beim ersten Anlauf haben die Initiatoren dagegen Klage eingereicht. Einen neuen Verhandlungstermin gibt es noch nicht. So kam es dazu, dass in dieser Woche gleich zwei Veranstaltungen zum Thema Gymnasium in Herrsching stattfinden: die des Fördervereins und die der Gemeinde am morgigen Donnerstag in der Nikolaushalle, die zugleich Auftakt der frühzeitigen Bürgerbeteiligung ist.

Waltermann war entsprechend überrascht, dass trotzdem mehr als 100 Besucher den Weg in den Saal im Andechser Hof gefunden hatten. Darunter auch Gerhard Knülle, der als Initiator der Bürgerbegehren interessiert zuhörte, sich aber nicht zu Wort meldete.

Der Vorstand hatte noch einmal alle Daten zusammengetragen, auch die vielkritisierten hohen Kosten. Sonja Sulzmaier stellte diesen Summen Förderungen und nicht zuletzt eine jährliche Einsparung der Gastschulbeiträge in Höhe von 470 000 Euro entgegen, die der Landkreis sich nach Inbetriebnahme des Gymnasiums sparen könne. „510 Kinder sind es täglich, die in den Nachbarlandkreis pendeln müssen“, sagte sie. „Die wollen wir wieder reinholen“, sagte auch Waltermann. Sulzmaiers eigene Tochter besuche das Gymnasium in Tutzing, was zwar nicht im anderen Landkreis sei, dafür sei die Schülerin täglich von Breitbrunn über Herrsching nach Tutzing und zurück zwei Stunden unterwegs.

Waltermann gab sich optimistisch, 2022 mit dem Schulbetrieb beginnen zu können. Bürgermeister Christian Schiller wollte nicht so viel versprechen: „Man kann wohl ziemlich genau im Herbst sagen, ob es 2022 etwas wird oder nicht.“ Begeistert von den jüngsten Entwürfen, ist Waltermann aber fest davon überzeugt, dass die Schule ein Schülermagnet werde. „Der größte Teil der Schüler wird aber aus Herrsching selbst sein“, meinte er. Wenn es denn keine Verzögerung gibt, von denen es in seiner Amtszeit einige gab. Er ist seit Gründung des Fördervereins Vorsitzender. Seit zehn Jahren nun schon. Auch für seine Kinder hatte er sich gewünscht, dass sie in einem zweiten Gymnasium im westlichen Landkreis zur Schule gehen und kurze Wege haben. Die älteren Kinder machen nun aber schon bald Abitur. Anderen Mitgliedern im Förderverein gehe es ähnlich.

Sonja Sulzmaier nahm dies als Stichwort, um für neue „Botschafter“ zu werben. „Lassen Sie uns zeigen, dass Dauerstreit und Spaltung in Herrsching keinen Platz haben.“ Bei allen „legitimen Diskussionen“ hofft Waltermann, dass spätestens 2023 alle glücklich seien und die Frage, wo das Gymnasium gebaut wurde, schnell in den Hintergrund rücke.  

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