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Vier Lernpavillons, eine Sporthalle und dahinter der Hang: so sieht das Modell des Gymnasiums aus.

Neubau soll günstiger werden

Nächster Schritt zum Gymnasium

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Die Vorentwurfsplanung für das Gymnasium Herrsching ist abgeschlossen. Der Kreis- und der Bauausschuss des Kreistags befürworteten die Planung. Im Gespräch sind weitere Fotovoltaikanlagen und eine mögliche Bewässerung des Sportplatzes mit Wasser aus dem Ammersee.

Landkreis Die gute Nachricht vorweg, die leider im aktuellen Planungsstand nicht viel wert ist: Den jüngsten Berechnungen nach wird das Gymnasium Herrsching um 3 Millionen Euro billiger. Derzeit geht Kreiskämmerer Stefan Pilgrim von 65,5 Millionen Euro Baukosten aus. Allerdings befindet sich der Landkreis erst in der Vorentwurfsplanung – bis das Gymnasium fertig ist, wird sich diese Zahl sicher ändern. In einer gemeinsamen Sitzung von Kreis- und Bauausschuss genehmigten die Kreisräte diesen Vorentwurf und legten weitere Details fest. „Der nächste Schritt ist die Entwurfsplanung“, sagte Pilgrim. Bis Mitte nächsten Jahres soll sie vorliegen.

Details hörten die Kreisräte zum Lüftungs- und Heizungskonzept. Ersteres werde mit dezentralen Zuluftgeräten arbeiten, erklärte Michael Wengert vom Büro Pfeil & Koch aus Stuttgart. Geheizt werden soll mit einer Wärmepumpe. Damit sei auch im Sommer eine Kühlung möglich. „Es gibt keine Klimaanlage, aber wir können die Räume attraktiv temperieren“, so der Experte.

Die Kreisräte stimmten über Investitionen ab

Über einige Investitionen stimmten die Kreisräte ab. So soll das Rasensportfeld mit einer Beregnungsanlage ausgestattet werden – alles andere sei wirtschaftlich nicht sinnvoll, erklärte Pilgrim. Kosten: 100 000 Euro. Geprüft werden soll ein Vorschlag von Helmut Wagner (CSU): entweder das Regenwasser sammeln und für die Beregnung nutzen oder das in den Ammersee geleitete Regenwasser für die Beregnung wieder entnehmen.

Bei den Flachdächern entschieden sich die Kreisräte für eine einfache Extensivbegrünung. Anne Frankes (Grüne) Einwand, warum auf den rückwärtigen Gebäuden keine Fotovoltaikanlagen seien, nahm die Verwaltung auf. „Da denken wir nochmals drüber nach“, versprach Landrat Karl Roth nach mehreren Wortmeldungen zu dem Thema. Schließlich soll das Gymnasium ein Leuchtturmprojekt werden. Eine Grauwassernutzung wurde wegen zu hoher Kosten abgelehnt, ebenso eine zusätzliche Wärmeerzeugung. Der Landkreis vertraut darauf, dass eine der beiden Wärmepumpen immer funktionieren wird.

Zwei der Lernpavillons sollen als Schallschutz dienen

Tobias Pretscher vom Architekturbüro Schürmann und Dettinger hatte zuvor die Lage der Gebäude und Einrichtungen erklärt. Zwei der vier Lernpavillons im Westen dienten auch als Schallschutz für das benachbarte Wohnviertel. Die Küche soll in den Hang gebaut werden. Die Aula im Erdgeschoss, die die vier Lernpavillons verbindet, bekommt eine Bühne. Im Erdgeschoss sollen auch die Spinde für die Schüler sein. Pretscher geht davon aus, dass dadurch weniger Lärm in die beiden Obergeschosse der Lernhäuser getragen wird. Diese sollen mit umlaufenden Fluchtbalkonen ausgestattet werden. Zudem sei im Gespräch, die vier Pavillons mit Stegen zu verbinden – damit müssten die Schüler nicht bei jedem Stundenwechsel mehrere Stockwerke überwinden, um vom Sprachen- in den Mathepavillon zu gelangen.

Im Untergeschoss ist eine Tiefgarage für Pkw, Räder und Motorräder geplant. Eine Möglichkeit, E-Autos zu laden, soll es geben, allerdings keine Hochleistungsladestation. Die Sporthalle wird direkt an der Mühlfeldstraße liegen und so leicht zugänglich sein, der Sportplatz ebenfalls.

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