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Bald sind Wahlen – und keiner wirbt

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Von: Andrea Gräpel

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Die Plakatwand vor der Schranke an der Rieder Straße fristet ein trauriges Dasein. © Andrea Gräpel

Herrsching stellt den Parteien riesige Anschlagtafeln zur Verfügung, um für die Europawahl zu werben. Zwei Wochen vor der Wahl sind einige allerdings noch immer fast leer.

Herrsching - Insgesamt treten 41 Vereinigungen in Deutschland zur Europawahl an. Schon am 26. Mai wird abgestimmt, in Herrsching ist davon nicht viel zu sehen, wie ide Anschlagtafeln an der Rieder Straße beweisen. Dabei hatte der Gemeinderat lange diskutiert darüber, wie viel Platz auf diesen Tafeln sein soll. Bürgermeister Christian Schiller hatte jeweils eine Tafel für 15 Standorte vorgeschlagen und hätte die Plakate gern auf DIN-A2 festgelegt, damit alle Platz haben. Da diese Größe bundesweit unüblich sei, DIN A1 sei gängig, einigte sich die Ratsrunde am Ende darauf, dann jeweils zwei fünf Meter lange Tafeln aufzustellen. 

Diese stehen nun an ihrem Platz und fristen ein trauriges Dasein. Kurz vor den Schranken an der Rieder Straße kleben gerade einmal zwei Plakate, an den Tafeln Höhe Hechendorfer Straße ist nur eine Tafel belegt, ebenso weiter oben an der Rieder Straße. Es gibt Parteien, die die Tafeln überhaupt nicht zu interessieren scheinen. Ihre Wahlplakate hängen an gefühlt jeder zweiten Laterne. „So war das nicht gedacht. Wir haben die Verantwortlichen schon angeschrieben. Sie haben Zeit bis morgen, die Plakate von den Laternen zu entfernen. Sonst macht es der Bauhof kostenpflichtig“, sagte Schiller gestern. Die Plakatierungssatzung war erst im März entsprechend geändert worden. Ausgenommen von der Wahlwerbung sind alle übrigen Parteiveranstaltungen, wie zum Beispiel das Frühlingsfest, für das die SPD Herrsching wirbt. 

Schiller stören die leeren Plakatwände nicht: „Wir haben das gut geregelt. Wenn ich mir München anschaue – das absolute Chaos.“

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