Aktuell steht der Prototyp noch in den Räumen der Herstellerfirma. Nächste Woche soll er geliefert werden.

Trinkwasserbrunnen-Aktion

Trinkwassertrinker profitieren in vielerlei Hinsicht

  • vonAndrea Gräpel
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Alljährlich rufen die Vereinten Nationen am 22. März zu einem Weltwassertag auf. Im allgemeinen Coronavirus-Chaos ist dieser Tag am vergangenen Sonntag fast untergegangen. Dabei ist er in Herrsching mit einer neuen Aktion verbunden.

Herrsching – Das Motto des Weltwassertages 2020 ist „Wasser und Klimaschutz“. Der Verein „a tip: tap“ und die AWA (Ammersee, Wasser- und Abwasserbetriebe) wollen nun eine „Wasserwende“ nach Herrsching bringen. „a tip: tap“ ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit rund zehn Jahren gegen Plastik und für Leitungswasser einsetzt. Mit Unterstützung von Herrschings Bürgermeister Christian Schiller sollen öffentliche Trinkorte geschaffen werden. Der erste Brunnen soll schon in der nächsten Woche geliefert werden, steht aber noch bei der Herstellerfirma Trinkbunnen Kalkmann. Dieser soll auf dem Rathausplatz stehen, die Aufschrift ist schon drauf. An diesen so genannten Refill-Stationen sollen Passanten schon bald kostenlos ihre Trinkwasserflaschen auffüllen können. Dafür hat der Verein in Herrsching erste Partner gewonnen: das Rathaus, die AWA und das Café „Konturwerk“ an der Bahnhofstraße. Viele weitere Partner sollen folgen.

Julian Fischer von „a tip: tap“ wünscht sich eine deutschlandweite Trendwende – „von Sylt bis an den Ammersee, denn frisches Wasser braucht keine Verpackung“. Ines Bethge vom AWA-Bürgerservice hat für die hervorragende Qualität des Herrschinger Wassers konkrete Zahlen. „Unser Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel, unser zuständiges Labor testet regelmäßig mehr als 200 Parameter“, versichert sie.

Julian Fischer zählt weitere Vorteile des in jede Wohnung frei Haus gelieferten Wassers auf: „Es trägt zur Vermeidung von Müll bei, da weniger Plastikflaschen genutzt werden. Jeder Wassertrinker profitiert auch persönlich, weil er Geld spart.“

Ganz unverpackt trinkt auch das Mitarbeiter-Team im Herrschinger Rathaus sein Wasser: „Unser Trinkwasser hat eine 1a-Qualität“, weiß Bürgermeister Christian Schiller. „Daher sind wir im Rathaus bereits Leitungswassertrinker – natürlich auch, weil’s schmeckt“.

Der Verein „a tip: tap“ berät während der nächsten zwei Jahre – so lange läuft das Projekt – Schulen, Kindergärten, Unternehmen und Bürger in der Ammerseegemeinde. Wer Interesse hat, kann sich unter ammersee@atiptap.org an Silke wenden (die Ansprechpartner des Vereins werden grundsätzlich nur mit Vornamen angesprochen). Silke ist die Aktionskraft für das Wasser-Quartier Ammersee-Ost und informiert über Beratungs- und Bildungsangebote.

Als erste große Quartier-Aktion steht die Brunneneinweihung auf dem Programm. Wie erwähnt, geliefert wird nächste Woche, die Ankündigung zur Einweihung wird rechtzeitig erfolgen. Maximilian Bleimaier, Vorstand der AWA-Ammersee, nutzt die Gelegenheit, um die Bürger in Herrsching, aber auch in allen anderen AWA-Mitgliedsgemeinden in diesem Zusammenhang und in Zeiten der Corona-Krise zu beruhigen, denn natürlich gab es auch bei der AWA besorgte Anrufer. „Wir arbeiten streng nach den Vorgaben eines Pandemieplans. Die Versorgung mit Trinkwasser und auch die Abwasserentsorgung sind sichergestellt. Bitte bleiben Sie zu Hause und trinken Sie Leitungswasser. Es besteht keine Notwendigkeit, Flaschenwasser zu hamstern“, rät der Vorstand.  mm

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