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Viel Zeit für Frau und Tochter Mia hat derzeit Max Hauser.

Interview mit Herrschings Volleyball-Trainer Max Hauser

Schwere Zeit für den Volleyball-Workaholic

  • vonDirk Schiffner
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Aktuell ruht der Spielbetrieb bei den WWK Volleys Herrsching. Der Starnberger Merkur fragte Trainer Max Hauser nach dem Stand der Dinge beim Volleyball-Bundesligisten.

Herr Hauser, wie geht’s Ihnen und Ihrer Familie?

Danke der Nachfrage. Uns geht es so weit gut.

Wie hat es Ihre Familie aufgenommen, dass Sie zuletzt so oft daheim waren?

Das war schon eine Umstellung. Meine Tochter Mia hat sich natürlich gefreut. Wir verbringen nun viel Zeit miteinander. Zudem kann ich meiner schwangeren Frau einiges abnehmen.

Wie waren die letzten
Wochen – so fast ohne
Volleyball?

Für mich als Volleyball-Workaholic natürlich sehr schwierig. Zumal jetzt, wenn die Hallensaison zu Ende wäre und die Beach-Saison begonnen hätte. Meine große Leidenschaft. Derzeit hat es draußen fast 20 Grad, und man kann nicht in den Sand.

Sie sind Sportlehrer und Volleyball-Trainer. Haben Sie Tipps für Bewegung und Fitness gerade in Corona-Zeiten?

Auch ohne Fitnessstudio kann man sehr viel machen. Auf meinem Internet-Blog gebe ich gerade ein paar nützliche Tipps. Zum Beispiel Treppenläufe, Kniebeugen, Liegestütze. Alles machbar ohne Geräte.

Der TV Rottenburg hat kürzlich vermeldet, sich aus der 1. Bundesliga zurückzuziehen. Wie steht’s um die WWK Volleys Herrsching?

Wir werden in der kommenden Saison definitiv in der 1. Bundesliga spielen.

Auch die HEITEC Volleys Eltmann werden sich wohl in die 2. Liga Süd verabschieden, hinter der Zukunft der Hypo Tirol Alpenvolleys Haching steht noch ein Fragezeichen.

Ich bedauere die Rückzüge von Rottenburg und Eltmann sehr. Es gibt nichts Tolleres als Derbys. Langsam gehen uns die Derbys aus.

Was hat der Rückzug von Rottenburg und Eltmann noch zu bedeuten?

Die Liga wird auf jeden Fall kleiner. Auch wenn der VCO Berlin turnusmäßig wieder aufsteigt. Allerdings kommen auch einige interessante, talentierte Spieler auf den Markt. Derzeit sind wir jedoch nicht aktiv.

Warum?

Wir warten ab, wie sich die Situation entwickelt. Für uns gibt es aktuell drei Szenarien. Erstens: Es geht normal weiter, vielleicht mit einem kleinen Einbruch bei den Sponsoren-Geldern. Zweitens: Ein größerer Einbruch bei den Sponsoren-Geldern. Oder drittens: Wir müssen die Saison – zunächst – ohne Zuschauer spielen. Dann wären auch wir gefährdet.“

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