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Symbolbild.

Fahndung

Brutaler Ladendieb: Polizei sucht weiter Zeugen

Nach der brutalen Attacke eines mutmaßlichen Ladendiebs auf einen Marktmitarbeiter vor zehn Tagen in Herrsching ist die Polizei noch keinen entscheidenden Schritt weitergekommen.

Herrsching – Auf den Zeugenaufruf hat sich bislang niemand gemeldet. Der jugendliche Täter ist weiter auf der Flucht. Wie berichtet, hatte ein 15 bis 17 Jahre alter Jugendlicher am frühen Abend des 28. Mai den Edeka-Markt im Herrschinger Gewerbegebiet betreten. Gegen 18.15 Uhr beobachtete ein Zeuge, wie er eine Schachtel Zigaretten stahl, und informierte das Personal. Der stellvertretende Marktleiter verfolgte den Verdächtigen rund 100 Meter weit in Richtung der Schrebergärten am Wendehammer am Ende der Gewerbestraße und konnte ihn dort stellen.

Er forderte den Jugendlichen auf, mit ihm zum Markt zurückzugehen, was dieser nach Angaben der Herrschinger Polizei zunächst auch tat. Vor dem Markt jedoch wehrte sich der Jugendliche massiv und trat dem Mitarbeiter in die Nieren – der Mann ging zu Boden und musste später ins Krankenhaus gebracht werden. Der Tatverdächtige türmte in Richtung Radweg an den Bahngleisen und entkam. Mehrere Streifen konnten ihn bei der Fahndung nicht aufspüren.

Der Verdächtige ist mit rund 1,90 Meter verhältnismäßig groß, er hat kurze braune Haare und eine schlanke Gestalt. Am Tattag trug er eine kurze blaue Hose und ein weißes T-Shirt sowie einen braunen Kapuzenpulli, einen sogenannten Hoody. Während des Zusammentreffens mit dem Marktmitarbeiter sagte er nach Angaben von Polizeichef Ernst Schilling einige Worte, was den Rückschluss zulasse, dass es sich um einen deutschen Jugendlichen handelt. Die Beamten haben die Zeugen und den mutigen Mitarbeiter inzwischen vernommen, jedoch gingen keine Hinweise aus der Bevölkerung ein.

Wer am 28. Mai, einem Montag, ab 18.15 Uhr im Bereich der Gewerbstraße und der weiteren Umgebung des Gewerbegebietes eine Person dieser Beschreibung gesehen hat oder anderweitige Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter z (0 81 51) 9 30 20 zu melden. Die Zigaretten waren nur wenige Euro wert. Die Strafe wäre deshalb im Rahmen geblieben. Weil der Täter den Mitarbeiter aber angriff, wird gegen ihn wegen räuberischen Diebstahls ermittelt, was strafrechtlich mit Raub gleichgesetzt wird.

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