Schlimme Diagnose für Markus Maria Profitlich: „Will Erkrankung nicht verbergen“

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Anfang des Jahres standen Grablichter auf dem Stumpf der Tanne unterhalb von St. Martin.

Als Ersatz für den gefällten Baum

Privatinitiative macht‘s möglich: Neue Adventstanne für den Kirchberg

Der Bauausschuss der Gemeinde Herrsching hat sich nun doch für eine Ersatzpflanzung unterhalb von St. Martin ausgesprochen. Möglich gemacht hat das die Privatinitiative zweier Frauen aus Herrsching.

Herrsching – Als kurz vor Weihnachten die Tanne am Kirchberg fiel, war das für Monika Sedlmaier und Claudia Weinhart ein trauriger Tag. Sie sammelten Unterschriften für eine neue Tanne am Fuß des Kirchbergs. Der Bauausschuss sprach sich am Dienstag dafür aus, dass die Initiatorinnen wieder ein Immergrün unter der alten Martinskirche pflanzen dürfen. Vor einem Monat hatte sich das Gremium noch gegen eine Nachpflanzung ausgesprochen. Aus Kostengründen und um den freien Blick auf die Martinskirche zu erhalten, der laut Bürgermeister Christian Schiller „einigen Bürgern gefiel“.

Für Sedlmaier gehörte der an Weihnachten beleuchtete Nadelbaum selbstverständlich zu dem Herrsching, in dem sie geboren und aufgewachsen ist. Für sie ist es ein Wahrzeichen der Ammerseegemeinde. Als der Baum gefällt wurde, habe sie sich sehr aufgeregt, erinnerte sich die 53-Jährige auf Rückfrage des Starnberger Merkur: „Danach habe ich mich mit Franziska Kalz in der Gemeinde in Verbindung gesetzt und mir die Gründe für die Fällung erklären lassen.“ Kalz ist Försterin und Umweltreferentin der Gemeinde und hatte damals beim Baum einen Borkenkäferbefall festgestellt. „Da muss man natürlich handeln“, sah die studierte Landpflegerin Sedlmaier ein.

Damals hieß es noch, man ersetze das gefällte Exemplar. Als dann klar war, dass nicht nachgepflanzt wird, wurden Sedlmaier und Weinhart aktiv. Innerhalb von vier Tagen unterschrieben 268 Bürger auf ihren Listen. Das Ziel: Auf eigene Kosten einen Baum pflanzen. Die Kosten für ein bis zu zehn Meter großes Exemplar wurden auf etwa 20 000 Euro veranschlagt. Daher sprach sich Klaus Pittrich (CSU) dafür aus, den Antragstellerinnen mit einem kleinen Beitrag unter die Arme greifen. Das sei nicht notwendig, bedankten sich die Initiatorinnen, denn die Weißtanne, die sie im Auge hätten, sei maximal zwei Meter groß und koste voraussichtlich um die 600 Euro.

„Als Pflanzenerde schmeißen wir die Komposthaufen zusammen und für den Transport hat sich auch schon jemand gefunden“, sagte Weinhart gegenüber dem Merkur. Einen Termin gibt es auch schon: Läuft alles nach Plan, wird der Baum am 7. April eingepflanzt. Wo genau, soll mit der gemeindlichen Umweltreferentin ausgemacht werden. „Voraussichtlich ein paar Meter rechts vom Baumstumpf“, sagte Sedlmaier. Ein Jahr lang werde der Nachwuchs dann von ihnen gehegt und gepflegt. „Ein guter Kompromiss“, fand Wolfgang Schneider (SPD). Und an diejenigen, die sich über den freien Blick zur Kirche freuten: „Es dauert eine Weile, bis der Baum wieder so groß wie einst ist.“ Man werde alles dafür tun, dass er wachse und gedeihe, versprach Sedlmaier – und hofft, dass die Tanne in der kommenden Adventszeit zum ersten Mal leuchtet.

Von Michèle Kirner

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