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Glücksspiel Zwischenrunde

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Neuer Mann auf der Diagonalen: Philipp Schumann schmettert ab sofort für die WWK Volleys Herrsching. Er wechselte nach Beendigung der Hauptrunde vom TSV Haching an den Ammersee.
Neuer Mann auf der Diagonalen: Philipp Schumann schmettert ab sofort für die WWK Volleys Herrsching. Er wechselte nach Beendigung der Hauptrunde vom TSV Haching an den Ammersee. © Brouczek

Die WWK Volleys Herrsching starten am Sonntag in Königs Wusterhausen in die Bundesliga-Zwischenrunde. Trainer Max Hauser befürchtet, dass Corona den Spielplan wieder durcheinanderwirbeln könnte.

Herrsching – Nach einer zweiwöchigen Zwangspause beginnt an diesem Wochenende die Zwischenrunde in der Volleyball-Bundesliga. Die WWK Volleys Herrsching starten am Sonntag, 15 Uhr, mit einem Auswärtsspiel bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen in die Zwischenrunde Gruppe B.

Die Brandenburger gehen mit einem Bonus von sechs Punkten in die Zwischenrunde, die Ammerseer haben vor dem ersten Aufschlag drei Zähler auf der Haben-Seite. Ein klein wenig trauert man im Herrschinger Lager noch dem Abbruch der Hauptrunde hinterher. Mit einem Punktgewinn im letzten Spiel gegen die United Volleys Frankfurt (und zwei Netzhoppers-Niederlagen gegen Friedrichshafen) hätte die Hauser-Crew noch auf Platz sechs springen können und wäre dann mit sechs Punkten gestartet.

Personell kann Hauser aus dem Vollen schöpfen. Am Donnerstag tummelten sich 14 Akteure im Training. „Das hatten wir zuletzt am Anfang der Saison“, sagt Hauser. Seitdem fehlten immer wieder wichtige Spieler. Die sechs Partien umfassende Zwischenrunde (neben den Netzhoppers spielen die Ammerseer noch gegen die SVG Lüneburg und die Helios Grizzlys Giesen) könnte, so Hauser, auch zum Glücksspiel werden. „Corona könnte einiges durcheinanderwirbeln.“ Zumindest im Lager der WWK Volleys Herrsching hat man sich bestmöglich geschützt. Anfang der vergangenen Woche erhielten alle Teammitglieder und das Funktionsteam ihre Boosterimpfung. So müsste, im Falle eines positiven Befunds eines Spielers, nicht die gesamte Mannschaft in Quarantäne – sofern deren Tests negativ sind. Vor der knapp 650 Kilometer langen Reise in den Osten des Landes gibt sich Hauser „insgesamt zuversichtlich“.

Was auch am kurzfristigen Tausch auf der Diagonalposition liegen dürfte. Seit gut einer Woche ist Philipp Schumann nun dabei. „Er bringt gute Stimmung rein“, sagt Hauser über den 28-jährigen Neuzugang vom Lokalrivalen TSV Haching. Für die Hachinger Löwen war die Saison nach dem abrupten Ende die Saison vorbei. Die Spieler konnten sich in der (noch bis zum 31. Januar andauernden) Wechselphase anderen Teams anschließen. Schumann, der Anfang der Woche neben seinen neuen Kollegen Jori Mantha, Ferdinand Tille und Jonas Kaminski an einem spaßigen Pokerturnier des Volleyball übertragenden Streamingpartners twitch.tv teilnahm, folgt auf der Diagonalen dem kurzfristig abgewanderten Samuel Jeanlys.

Der Franzose wechselte zum französischen Ligue-A-Klub Poitiers. „Wir wünschen Sam eine gute Restsaison“, wird Hauser auf der Vereinshomepage zitiert. Zu inkonstant trat der 22-Jährige in den 14 Partien im Herrschinger Dress auf. Für Jeanlys kassierten die Ammerseer sogar noch eine fünfstellige Ablösesumme. Mit Philipp Schumann konnten die Herrschinger den nach Angriffspunkten achtbesten Spieler der Liga an den Ammersee lotsen.

Auch die Netzhoppers haben in den vergangenen Tagen auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Die Randberliner verpflichteten Ex-Nationalspieler Denis Kaliberda. Der 31-jährige Außenangreifer trug 163-mal das Nationaltrikot und spielte in seiner illustren Laufbahn in Italien, Polen und in der Türkei. In Deutschland spielte er unter anderem für Generali Haching und die Berlin Recycling Volleys. Zuletzt war Kaliberda vereinslos. Zudem kam vom VCO Berlin der 2,13 Meter große Mittelblocker Franz Hüther (20). Die Netzhoppers haben für die Restsaison ehrgeizige Ziele ausgegeben. „Wir wollen am Ende eine Medaille holen“, sagt Kapitän Mario Schmidgall.

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