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Machen sich für die Jugend stark (v.l.): Christine Gruber, Martin Wirries, Hans Hermann Weinen, Otto und Mia Sch midt und Anke Strobl. 

Herrschinger Jugendförderung

Spiele ohne Grenzen am 15. Juli

Sie sehen sich als Lobbyisten für die Belange der Jugend: Bei der Jahresversammlung stellten die Mitglieder der Herrschinger Jugendförderung die nächsten Projekte vor.

Herrsching – „Die Flüchtlingskinder sollen nicht beim ersten Sprung in den Ammersee ertrinken“, sagt Hans-Hermann Weinen (39), der erste Vorsitzende der Herrschinger Jugendförderung. Deshalb habe der Verein ein Schwimmprojekt für Flüchtlinge unterstützt – unter anderem. Bei der Mitgliederversammlung im Jugendhaus Stellwerk in Herrsching stellte Weinen weitere Projekte vor, die Mitglieder der Jugendförderung in Zukunft unterstützen wollen. In Workshops zum Beispiel sollen Jugendliche an Kompetenzen wie Rhetorik und Konfliktlösung arbeiten. Kinder können unter anderem an Schach-, Mal- und Bastelkursen teilnehmen.

Hauptprojekt des 23 Mitglieder zählenden Vereins ist aber der Jahresaktionstag. Voriges Jahr organisierten die Verantwortlichen beispielsweise ein Fußballturnier, bei dem 13 Mannschaften antraten. Heuer ist Geschick gefragt. Das Motto am Sonntag, 15. Juli, lautet „Spiele ohne Grenzen“: „Da müssen die Jugendlichen zum Beispiel Wasserbecher über rutschige Planen tragen“, erklärt Weinen, der auch Diakon der evangelischen Kirche in Herrsching ist.

Die Mitglieder waren zufrieden mit ihrem Vorstand. Einstimmig entlasteten sie ihn und wählten ihn für die nächsten zwei Jahre auch gleich wieder ins Amt: Hans-Hermann Weinen bleibt erster Vorsitzenden, Martin Wirries Kassier, Mia und Otto Schmidt Beisitzer, Anke Strob beratendes Mitglied. Nur die zweite Vorsitzende, Michaela Lindig, hört aus beruflichen Gründen auf. Sie bekam zum Abschied Schokolade, spanischen Wein und viel Applaus für ihren Einsatz.

Gast Marion Seidl (53) vom Kreisjugendring München-Land schloss die Mitgliederversammlung mit einem Plädoyer. Die Diplom-Sozialpädagogin forderte, dass Eltern ihre Kinder nicht pausenlos kontrollieren dürften. Die Jugendlichen bräuchten mehr Freiräume und Freizeit. „Wir konnten früher rausgehen und Baumhäuser bauen. Wo und wann geht das heute noch?“ Es sei kein Wunder, dass so viele Jugendliche – und Erwachsene – sich immer tiefer in die Welt ihrer Smartphones zurückzögen.

Die Herrschinger Jugendförderung wurde 2009 gegründet um die Jugendarbeit vor Ort zu vernetzen und Kinder aus verschiedenen Milieus zusammenzubringen. Die Mitglieder verstehen sich als „Lobbyisten“ der Herrschinger Jugendarbeit. Das größte Projekt des Vereins bisher war die Realisierung des Herrschinger Jugendhauses „Stellwerk“ am Bahnhof. Finanziert wird die Förderung durch Spenden.

cpv

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