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Am Münchner Hauptbahnhof stieg der Täter am 29. Januar um 18.05 Uhr in die S8 Richtung Herrsching ein - und um 19.55 Uhr wieder aus.

18 Frauen wurden belästigt

Herrschings Polizeichef: So haben wir den S-Bahn-Täter geschnappt

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Ein Asylbewerber soll in einer S 8 etliche Frauen sexuell belästigt haben. Dass der Mann so schnell festgenommen werden konnte, ist zwei Herrschingerinnen und guter Polizeivernetzung zu verdanken.

Herrsching/Hechendorf – Denn in Herrsching nahm die umfangreiche Ermittlungsarbeit am Abend des 29. Januar ihren Anfang. Unabhängig voneinander erstatteten zwei junge Frauen (18 und 20 Jahre) an jenem Sonntag Anzeige, weil ein Unbekannter sie zuvor in der S-Bahn gestreichelt, angefasst, unsittlich berührt und verfolgt hatte.

Die aufnehmende Beamtin reagierte sofort. „Sie hat gleich veranlasst, dass die Videoaufzeichnungen aus der S-Bahn gespeichert werden“, sagt Herrschings Polizeichef Erich Schilling. Geschieht das nicht, werden die Daten nach 72 Stunden wieder überschrieben und stehen für Ermittlungen nicht mehr zur Verfügung.

Herrschings Polizeichef Erich Schilling lobt die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienststellen.

So aber konnten die Herrschinger Beamten nicht nur ihre Kollegen von der für die S-Bahn zuständigen Bundespolizeiinspektion München informieren, sondern selbst tätig werden. Schilling: „Wenn jemand zu dieser Uhrzeit in einer S-Bahn bei uns unterwegs ist, besteht die Möglichkeit, dass er auch bei uns untergebracht ist.“

 Nachdem die beiden Frauen den Täter auf Videoaufzeichnungen zweifelsfrei erkannt hatten, das Bild des Täters also vorlag, ermittelten die Herrschinger Beamten in den Asylheimen – und landeten schließlich in Hechendorf den Volltreffer.

Der Zugriff dort am vergangenen Freitag erfolgte durch die Bundespolizei. Schilling lobt die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienststellen: „Das war hervorragend.“ Und auch Sabine Stein, Leiterin des Ermittlungsdienstes der Bundespolizeiinspektion München, betont: „Der schnelle Ermittlungserfolg ist unter anderem der guten Zusammenarbeit und dem raschen Informationsaustausch mit der PI Herrsching und dem K15 des Polizeipräsidiums München (zuständig für Sexualdelikte, Anm. d. Red.) zu verdanken.“

Mindestens 16 Frauen, die von dem 23-Jährigen mit den auffälligen gelben Turnschuhen belästigt wurden, haben sich bislang noch nicht gemeldet. Die Bundespolizei sucht dringend als Zeugen und bittet darum, sich zu melden: Telefon(0 89) 5 15 55 01 11.

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